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3,1 (1846)
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militärischer Ort geworden; die Gefreiten und Unterossiciereliefen hin und her; Vormittags marschierten und exercicrteüdie Soldaten; Nachmittags putzten sie vor den Thurm undin den Höfen; man hörte von den angewordenen Ausländernalle Dialecte und überall rufende Stimmen:Hier! hier!"auf die barsche Nachfrage der visitircndcn Unterossiciere.

Bei solcher Würdigung und Gestaltung aller Dingeund Verhältnisse war die Canton-Frciheit, oder die Be-freiung vom Militair-Stande, dem von Wolfersdorfs, der ihnfür den ersten, wichtigsten und besten hielt, eine unerhörteund unbegreifliche Sache. Besonders war ihm ein Dornim Auge die Eximiruug der Fabrik-Gegend in und umAltena, und er nahm sich, in der Ueberzeugung, etwas Gu-tes und Heilsames zu verrichten, vor, dieß zu ändern unddas Südcrland mit dem Hellwege in militairischcr Hinsichtauf einen Fuß zu setzen. Ein commandirender General nachdem Siebenjährigen Kriege war, besonders wenn er des per-sönlichen Wohlwollens des großen Königs sich erfreute, einallmächtiger Mann, der konnte und durchsetzte, was er wollte.Er war die erste Autorität im Lande, der Alles gehorchte,und unbedingter Gehorsam folgte seinen Befehlen. Nichtanders war es von Wolfersdorfs gewohnt, den glücklichenErfolg bezweifelte er nicht, daß er mißlingen konnte, kamnicht in seine Seele. Er hoffte dadurch bei Friedrich demGroßen, den er nur als Krieger, nicht als klugen Staats-mann kannte, sich noch mehr zu insinuiren. Größeres, alsdieß, hatte er im Siebenjährigen Kriege gesehen. Er ar mitdabei gewesen, als Friedrich II. mit einem kleinen Gefolgefür seine Person, eine von den Oesterreichern besetzte Stadtdes Abends überrumpelte, ruhig hineinritt, und dem com-