Druckschrift 
3,1 (1846)
Entstehung
Seite
26
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Excellenz! »vir wollen das Höchste, was es im Himmel undauf Erden gicbt: Gnade; wir bitten um dieselbe für denSoldaten unserer Conscssion, den armen Misscthäter Hatzinger."Was?" siel Wolfersdorfs ein,ist das Theologie, ihr Her-ren Theologen? Wißt ihr nicht, daß Gott ein gerechterGott ist? Sagt er nicht selbst in seinem heiligen Worte:Ich will den Bund, den du gebrochen, und den Eid, so duverachtest, dir auf den Kopf bringen; *) und ich sollte denmeineidigen 3 maligen Deserteur begnadigen?"Ja," er-wiedcrte der Pastor Peil,ja gnädiger Herr! Das Größtein Gott ist Gnade erweisen. Er will nicht den Tod desSünders, sondern daß er lebe und sich bekehre." Und derPastor Rübel fuhr fort:Wir Alle bedürfen der GnadeGottes, im Leben und im Tode. Gott wird Ew. Ercellenzgnädig sein, im Leben und im Tode, wenn ihre mächtigeHuld den Hatzinger begnadigt. Wir flehen darum im Na-men Gottes und Jesu Christi."

Der scharfe Blick des mächtigen Mannes wurde milder.Geht mit mir, Priester!" sagte er. Er befahl, daß dasRegiment die Gasse bilden und die Ruthen vcrthcilt werdensollten. Und als nun, seiner letzten Qual entgegensehend,der arme Delinquent vorgeführt wurde, und Jeder in derErwartung stand, die schreckliche Erccution würde jetzt wie-der beginnen, konunandirte selbst mit donnernder Stimmeder General von Wolfersdorfs:Soldaten, die Ruthenweg." Zu Hatzinger sprach er:Auf die Fürbitte dieser

Wolfersdorfs kannte, wie sein Ideal Friedrich II., die heiligeSchrift, und citirtc gern ihre Sprüche.