schenke nahe bei Bruchsal freundlich bewirthct und berauschtfür ein annehmliches Handgeld, weil er groß und kräftigwar, angeworben und nach Hamm gebracht worden. Seinemrepublikanischen freien Schweizcrsinne sagte aber der Soldaten-stand nicht zu und den einengenden despotischen Zwang des-selben fand er bald unerträglich. Die Presse, in der erlebte, weckte in ihm das Heimweh, das in Seclenkrankheitüberging. Wenn er auf dem Walle der Stadt Hamm, indieselbe eingeschlossen und bewacht, Schildwach stand, undnach den fernen blauen Bergen sah, traten ihm die Thräncnin die Augen, und das Bild der väterlichen Wohnung, sei-ner Mutter, seiner Braut Emily, in dem traulichen Thaleseiner schönen Heimath, trat in stiller, tiefer Sehnsucht vorseine Seele. Tag und Nacht dachte er an seine Freiheit.In solcher Geistesabwesenheit, mehr gutmüthig, als schlau,beobachtet vom Argwohn, mißlangen seine stmaligcn Deser-tionen. Das Zweitemal hatte seine starke Natur die un-menschliche Strafe überwunden; die dritte war über dieKräfte, sie ging auf Leben und Tod; auch wollte UlrichHatzingcr gern sterben, da ihm das Leben eine unerträglicheLast war. Darum bereuete er auch seine dreimal versuchte,aber mißlungene Desertion nicht, vielmehr versicherte er, daßer nicht anders gekonnt hätte, und auch jetzt noch dasselbethun würde. Sein Naturell war kräftig und heftig z so oft erden Namen seines Feldwebels und Compagniechefs aussprachglühete zornig sein Auge und ballte sich seine Faust; ernannte sie seine Henker. Er war ein ehrlicher, biedererSchweizer, der bis dahin schuldlos gelebt hatte; seine nochlebenden Eltern liebte er dankbar, und er trug in sich denFrieden eines guten Gewissens. Im Christcnthumc, nachdem Lchrbcgriff der reformirten Kirche, von seinem Pfarrer
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