stehet, alle Wände der Subordination. Zwang est der mensch-lichen Natur zuwider; die Sehnsucht nach Freiheit, besondersder physischen, ist Grundtrieb, und jede gedrückte Elasticitätspringt von selbst in ihre natürliche Lage zurück, um sostärker, je mehr sie gedrückt ist. Die Markau er laufennicht davon, auch Druck halten sie aus, und hoffen, daß esbesser wird, denn sie lieben ihr schönes Vaterland und seinelustigen Frcihöfc; sie hangen mit ganzer Seele an ihrem an-gestammten Könige und seinem alten ruhmwürdigen Hause.Es war also bei ihnen eine muthigc, aufrechthaltcndc, entschä-digende Gegenkraft; diese fehlte der großen Anzahl der an-geworbenen Ausländer, sie waren in der Fremde und bliebenfremd. Ihrem rechtmäßigen Landesherr« und ihrem Vater-lande waren sie untreu geworden; in Liederlichkeit hatten siesich herumgetrieben; von ihr in das unausbleibliche Elendgetrieben, hatten sie aus Roth sich von schlauen PreußischenWerbern anwerben lassen, und das miserable Handgeld warlängst durchgebracht. An Zügellosigkeit gewöhnt, konnteihnen die pünktliche Genauigkeit einer strengen Subordinationnicht gefallen; der harte Dienst wurde ihnen zuwider; ihrfreier Nacken -ertrug das unbequeme, drückende Joch nicht,ihr Rücken nicht die zerfleischende Fuchtel, ihnen war unwohl,wie Fischen auf dem Trocknen; sie konnten es nicht schlim-mer haben, als sie in solcher Sklaverei es hatten; was nochsollte sie halten, und sie hofften glücklich durchzukommen.
Nicht lange waren sie weg, als dieß schon von denumgebenden Wächtern entdeckt wurde. Jede Desertion wurdesofort dem Compagnic-Chef und durch diesen dem General-Lieutenant von Wolfersdorfs, auch des Nachts, gemeldet.Dieser wüthctc, setzte sich gleich zu Pferde und durchschnaubte