Druckschrift 
3,1 (1846)
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Leute kennen gelernt hatte. Deren waren nur Wenige; siehatten geheime Instructionen von ihren Oberen; sie beobach-teten, schlichen als Spione leise herum, sie rapportirten jedenAbend, was sie gesehen und nicht gesehen; man fürchtete sie,aber trauete ihnen nicht. Ihrer waren nur zwei bei jederCompagnic, und wie sie alle Soldaten bei Namen kannten,so wußten sie alle ihre Schritte und Tritte. Jeden Morgenund Abend visitirten sie und riefen Jeden, besonders nachdem Zapfenstreich, wo man zu Hause auf der Einquartier-stube (worin gewöhnlich k 8 zusammen wohnten und aufetwas .bedecktem Stroh schliefen) sein mußte, einen Jedenbei seinem Namen, und der Aufgerufene mußte laut antwor-ten: Hier! Diese Männer, gut uniformirt, mit dem überdie rothcn Rabatten angeknöpften Rohrstock, gingen militai-risch stattlich einher von Haus zu Haus, mit einem Anno-tationsbuche in der Hand. Man wählte dazu Unrcrossiciereund Feldwebel, die man Vertraute, und wenn sie sichals zuverlässig erwiesen, Gefreite nannte, die überall, selbstvor das Thor der Stadt, gehen durften. Sie hatten ihreNoth, wenn es dunkel wurde, und der Abend und dieNacht kam. Die bei Tage schön starken Posten auf derHauptwache am Markte und an den 4 Thoren der Stadt,besonders auf dem Walle, der um dieselbe rund herum ging,wurden verstärkt. Sic standen sich mit ihren schwarz undweiß angestrichenen Schilderhäusern sehr nahe, dursten abernicht miteinander sprechen, und wenn die Nachtwachen auf-gezogen waren, konnten die Einwohner den geschlossenenWall nicht mehr betreten; ja wenn die daran Wohnendensich nur näherten, wurden sie mit einem barschen Werda?zurückgeschreckt, und erfolgte nicht gleich eine befriedigendeAntwort (z. B. ich wohne hier und bin ein Bürger der Stadt),