Druckschrift 
3,1 (1846)
Entstehung
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wurde unter das Militair gesteckt; die scharfe Zucht desselbenwar das letzte Mittel, das man ergriff, und es siel weiternicht auf, wenn ein Schwärm Straßenjungen hinter derTrommel, auf welcher der Zapfen-Streich geschlagen wurde,herlief und nach dem lärmenden Tone derselben dazu sang:Wer Vader und Modder nit hören will, de mot folgen demKalbsfelle." Der niederträchtigste Eigennutz, der, wo er ein-mal eingetreten, Alles vergiftet, verdarb auch hier Alles.Er lag in diesem Falle nicht, wie gewöhnlich, im Hinter-halte, sondern als Princip offen zu Tage, obenauf, so daßes nicht mehr befremdete, sondern damit in Ordnung war.Das Ziel, wonach man strebte 'und das man stets im Augehatte, war nämlich das Avancement bis zu einer Compagnie.Wer als Hauptmann dieselbe endlich erlangt hatte, war durchund glücklich, sie als einträgliche Präbcnde zu seinem Vortheilezu benutzen. Bon jedem enrollirtcn Landeskinde, das in demGarnisonortc anwesend sein und Dienste thun mußte, umdie erforderliche Anzahl herauszubringen, und fehlte und nichtda war, zog der Capitain, als wenn es da auf seinem Po-sten gewesen wäre, den täglichen Sold. Je mehr fehlten,desto größer war sein Vortheil; und dieser wuchs jährlich zueiner großen Summe, da gerade die Bürger- und Bauern-Söhnc daheim bei ihren Eltern lieber im Berufe blieben, umder Schinderei lcdig zu sein. Durch die Feldwebel, die auchihren Vorthcil daran hatten, wurde mit dieser Freimachungein ordentlicher Handel getrieben, und viele wohlhabendenLandeskinder, die zu Hause nothwendig und nützlich waren,gaben gern noch schweres Geld zu. Ohne sich etwas Uner-laubtes dabei zu denken, sagte man: Der und der Capitainbenutzt seine Compagnie gut; selbst der strenge General vonWolfersdorfs bemerkte nur, wenn zu Viele fehlten, so daß es