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Regimenter, cinrangirt wurden. Man machte sich aber nichtsdaraus: sah mehr auf die Quantität, die man haben mußte,um die Vollzähligkeit herauszubringen, als auf die Qualität,die man wirklich erhielt; man dachte und meinte: Das wirdsich schon finden; der Rohrstock und seine Fuchteln machendas klebrige; das Preußische Exercitium und seine Dressurthun Wunderdinge. Man bedachte aber nicht, daß die phy-sische Natur zwar durch Strafen, ihre Strenge und Consc-quenz, gezwungen werden kann; aber damit die moralischeim Menschen noch nicht gewonnen ist. Zwang und Furchterzeugt Sklavcnsinn, Groll und Verbissenheit, und dieserZustand des Gemüthcs ist um so schlimmer, da er giftiger
Mädchen. Als er von ihr hörte, daß sie unverhcirathet sei,schrieb er auf ein Stück Papier mit Bleistift auf dem Sat-telknopf an den Feldprediger den Befehl, daß er sogleichUcberbringerinn dieses mit dem unverheiratheten Flügelmannseiner ersten Garde-Compagnie copulircn solle. Der Königglaubte dem großen und schönen Mädchen damit einen Gefallenzu thun; sie hatte aber nicht Lust und wollte sich nicht auf gutGlück verheirathen. Sie gab dcßhalb den offenen, von ihr gele-senen, Königlichen Zettel einer ihr begegnenden vcrwittwetcnalten Frau, die ihn gegen ein Biergcld zum Fcldpredigerbrachte. Dieser erstaunte, als er das alte Weib sah, das, wiees hörte, warum es sich handelte, die Sache annehmlich fandund den wahren Hergang verschwieg. Der Fcldprediger hatteaber den Königlichen Befehl in der Hand, und er wußte schon,daß er gehorchen mußte. Der gerufene Flügelmann erschien,und wie er sich auch sträubte, die Trauung mit der alten, ab-gelebten Frau geschah. Späterhin, wie der König es erfuhr,lachte er zwar; hob aber die ungleiche Ehe wieder auf, unddas schöne junge Mädchen, nachdem sie sich verborgen, verließPotsdam. Beide Anecdoten habe ich als wahre Begebenheitenvon dem alten General von Drosedow.