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war nicht auf moralische Eigenschaften gerichtet, jeder Kerlwar ihnen recht und willkommen, wenn er nur groß, starkund gesund war. Ihn suchten sie durch Branntwein, Weinund Handgeld mit schönen Versprechungen in ihre Händezu bekommen; und hatten sie ihn gefangen, oder williggemacht, so lieferten sie ihn an das Regiment, welches sieausgesendet, als Recruten ab. So kam es und ging eszu, daß ungeregelte, leichtsinnige, liederliche, und oft laster-hafte, freche Menschen aus allen Nationen, die zu Hausenichts taugen wollten, in die Preußische Armee,, in deren
genannt. Der König Friedrich Wilhelm I., dem die Achtungfür Wissenschaften fern, aber die Vorliebe für Soldaten, be-sonders große, nahe lag, nahm diese Acußcrung im physischenSinne und es entstand in ihm die Lust, den größten Mannvielleicht als Flügelmann bei der Lcibcompagnie der Garde zuhaben. Ohne Rücksicht aus Amt, Stand und Beruf und wissen-schaftliche Verdienste zu nehmen, erhielt, mir nichts, dir nichts,also der Professor Siegcsmund Baumgartcn zu Halle den Kö-niglichen Befehl, sich sofort aufzumachen und Angesichts diesesnach Potsdam zu kommen. Angekommen daselbst, erhielt er,angemeldet, die Ordre- in dem Lustgarten zu erscheinen, derKönig wolle nach der Parade ihn sprechen. Hier stand ent-fernt der bescheidene, schüchterne Gelehrte und erwartete, Gottweiß was für Aufträge zum Besten der Universität. Baum-garten war aber klein von Statur, und dabei mager undschwächlich, hatte er überhaupt das Ansehen eines Studirendcn.Als er daher vor dem König erschienen und dieser mit ihmgesprochen, sagte er zu ihm: „Ich habe geglaubt, daß er ein
großer Mann sei, er ist aber nur ein Sch kerl, ihn kann
ich nicht brauchen; er kann wieder gehen, woher er gekommen ist."
Eben diesem, in vieler Hinsicht sonst vortrefflichen Königbegegnete einst, als er in der nächsten Umgebung von Potsdamspazieren ritt, ein groß und gut gewachsenes schönes, junges