das Hamm'sche von Wolfcrsdorsssche Regiment war eins derschönsten und besten im Lande. Wenn der Chef als com-mandircnder General auf dem Exercier- oder Paradeplatze,gewöhnlich zu Pferde, erschien und den blitzenden Degenzog, ihn hoch hielt und seine Stcntor-Stimme laut undbrüllend wurde, da herrschte, Augen und Ohren nur auf ihngerichtet, eine feierliche Stille und das ganze Manoeuvre warüberall in harmonirendem Tempo nur ein Tact. Der Ge-neral war durch und durch martialisch, mithin jeder Ofsicier,jeder Soldat es, wenigstens der äußeren Geberde nach.Doch im Innern, — was man aber damals nicht beachteteund anschlug, — sah es anders aus, so daß das Aeußereein übertünchtes Grab war, dessen Firniß Leben schien, aberden Tod in sich trug. Bon der moralischen Kraft einerganzen Masse Menschen war gar nicht die Rede, kaum hatteman davon einen Begriff; nur von der physischen wurdegesprochen und die gut eingeübte Exercierkunst war dasHöchste, was man erstrebte und bewunderte. Es wurdeerreicht. Wolsersdorsss scharfes Auge bemerkte sofort jedengemachten Fehler: den, welcher ihn beging, nannte er lautrufend bei Namen, gewöhnlich mit dem Zusätze: „Du Hund!— warte nur!" Und der laut Getadelte wußte nun schon,was seiner wartete. Denn nach beendetem Exercitium ließjeder Capitain vor dem Hause, das er bewohnte, seine Com-pagnie vor- und antreten, und nachdem commandirt: „Au-gen rechts! das Gewehr beim Fuß!" ging das Prügeln anund los. Nicht nur der vom General Notirte, Jeder, derentweder einen zu kurzen Schritt gemacht, oder das Gewehrnicht genug angezogen, oder mit dem Ladestock nicht auf dieMinute gekommen und sich dadurch den Unwillen des Haupt-manns zugezogen, mußte vortreten. Zur Seite standen ew
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