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Weihnacht.
Da die Chatulle der Königin von den vielen wohlthätigen Anstaltendie sie beschützt, und außerdem noch von den Armen, Kranken und Noth-leidendcn von Berlin, Potsdam u. s. w. sehr in Anspruch genommenwird, so hatte ihr der König am Christfeste unter vielen kostbaren Ga-ben auch eine besondere Anweisung auf hunderttausend Thaler auf denWeihnachtstisch gelegt.
Zum heiligen Christ bescheerte der König seiner Gemahlin die Deco-ratio« des Schwancnordcns. Dieser Orden ist 1440 von dem Chur-fürst Friedrich II. gestiftet, aber in der Reformationszeil wieder einge-gangen und führt den Namen: Der Orden unserer lieben Frauen zumSchwan. Die Königin trug diesen kostbaren Hals-Schmuck 1843 amOrdcnsfeste. Er besteht aus zwölf goldenen mit Brillanten besetztenKettengliedern, welche herzförmige Rubinen einschließen, die sich in sä-genartigcn Goldcinfassungen, wie zwischen Marterwerkzeugen eingeklemmt,befinden, und zu der Symbolik des Ordens gehören. Ein Schloß vonRubinen schließt die Kette im Nacken; auf die Brust herab hängt vonderselben ein goldenes Bild der Mutter Gottes in einer von Brillant-strahlcn gebildeten Sonne, und darunter das eigentliche Zeichen desOrdens, ein Schwan, von einer mit Rubinschnüren durchflochtcncnBinde umgeben. Die Ausführung dieses Schmuckes war vom Königeselbst geleitet worden.
Auch dem, jetzt verewigten Dichter Fouqu« schrieb der König zumWeihnachtsfeste, nach der Kölner Zeitung, daß der Goldregen der Un-dine nächtlich in sein Zimmer geträufelt sei, daß er davon gesammelthätte und ein Pröbchcn davon mitsende, mehr solle erfolgen, sobald der