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sein. Für die Schule so vieler Thatcn und Leiden ist nichts zu schwer.Die Hand, die über Alles cnischeidend waltet, gehört einer Brust an,in der Hochherzigkeit schlägt. Dieses Glaubens lebe ich und daranHalle ich. Wohl weiß ich, daß ich einen Boden hier betrete, welchemvon allen Zerwürfnissen Deutschlands, politischen und kirchlichen, dieSpur nicht fremd geblieben. Hier, geziemt es sich, die Gemeinsamkeitfestzuhalten, welche alle Guten auf deutschem Boden zusammenhält.Keine der Schranken, welche an menschlicher Kurzsichtigkeit haften, hin-derte Niebuhr, sich hier der glänzendsten Erfolge zu freuen. Wie weitentfernt bin ich von einem so hochstehenden Manne! Allein ich darfes sagen, die innere Bewegung treibt mich eben so wohl als die Ver-ehrung und die Freundschaft, die mich mit ihm verband, wurde nie aufdie Dauer gestört, oft verjüngt durch die Erfahrung, daß unsere Wegesich in einem ganz verschiedenen Flußbette vereinigten. Mehrere Uebcr-zeugungen sind, an denen ich hafte, während Niebuhr dieselben Dingemehr nach der Schwierigkeil ihrer Vollbringung maß. Niebuhr, ausdem Dunkel der Zeiten, die er erforschte, hell hervorgegangen, überblicktemit gleicher Fertigkeit und Frische die StaatSlagen. Keiner trug mehrZweif.l in seiner Brust an dem gestimmten Ganzen, und Großen, alsdieser Mann. Aus diesem Glauben der mir von Jugend auf zur Seitestand, entnahm ich den Muth, in der schwierigen Bahn der Politik leh-rend und in einer Weise aufzutreten, welche von den bisher vorgetragensich wesentlich unterscheidet. . . .
Weit bin ich entfernt, den mehr historischen Weg der Forschung, aufwelchen mich mein Weg führte, für den einzig richtigen zu halten. Wiewäre das möglich in einem Lande, welches Schleicrmacher als Lehrerder Politik gesehen. Allein für den richtigsten Halle ich ihn allerdings.Die Welt der Erscheinungen steht zwar tief unter der Welt der Ideen.Aber der entartetste Staat weist noch Spuren vom Ideal, wie ein ge-
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