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nisse, der inne geworden, daß sie Eines sind in dem einigen göttli-chen Haupte! —
Der Dom von Cöln — das bitte ich von Gott — rage über dieseStadt, rage über Deutschland, über Zeiten, reich an Menschenfrieden,reich an Gottesfrieden bis an das Ende unserer Tage."
Hier ward die Rede durch tausendstimmigen Jubelrus unterbrochen.Nach kurzer Pause fuhr der König mit frischer Kraft und in der höch-sten Begeisterung fort:
„Meine Herren von Cöln! - Ihre Stadt ist durch diesen Bau hoch„bevorrechtet vor allen Städten Deutschlands, und sie selbst hat dicß auf„das würdigste erkannt. Heute gebührt ihr dieses Selbstlob. Rufen„Sie mit mir — und unter diesem Rufe will ich die Ham'mcrschläge„auf den Grundstein thun — rufen Sie mit mir das tausendjährige„Lob der Stadt: „Alaaf Cöln!"
Als der König wieder die Tribüne bestieg, drückte ihm die Königinmit überfließenden Augen die Hände.
Als der erste Werkstein am Krahnen hinaufgewunden ward, unterallgemeinem Jubel und dem Donner der Geschütze die Höhe des Domserreichte und von den Arbeitern mit Hurrah begrüßt und eingesetztwurde, stand der König an der Brüstung der Tribüne, weit vorgelehnt,unverwandten leuchtenden Auges hinaufsehend und den Stein oben mitHurrah und Hutschwenken begrüßend.
Die Illumination am Abend bot ein zaubcrvolles Schauspiel dar,welches nur Köln in dieser Weise darbieten konnte, begünstigt durchseine Lage, feine alterthümliche Bauart, die Menge der Kirchen undDome und die Schiffahrtömittel. Mit allem diesen noch nicht zufrie-den hatten die Anordner auch noch die Münchener Liebfrauenkirche aufdie Rheinau verpflanzt, welche im röthlichen bengalischen Lichte ein feen-
artiges Bild darstellte, um eine freundliche Erinnerung im Gedächt-
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