496
und Decke sind durch große Spiegel, Abbildungen modernerPferde, und Sccncn aus den olympischen Spielen geschmückt.Für Zuschauer ist eine erhöhetc Estrade, darüber eine Gal-lerte, in deren Mitte sich eine besondere Loge befindet. Zweigeschmackvolle Kronleuchter, jeder zu 12 Flammen, erleuchtendes Abends mit Gas diese 140 Fuß lange, 80 Fuß breiteund 25 Fuß hohe Reitbahn. Nicht können wir Alles er-wähnen, was Privatpersonen und Anstalten aus eigenenMitteln zur Verherrlichung der Residenz in den letzten 10bis 12 Jahren gethan haben, aber zwei Bauten, beide inder Königssiadt, verdienen jedoch eine besondere Beschrei-bung. Das erste Gebäude ist das in Folge der dem Ren-tier Cerf crthcilten Conccssion von einer Gesellschaft vonAktionärs hinter dem Hause No. 2 der Alepandcrstraße undeinigen Häusern des Alepandcrplatzes crbaucte Königs-siädter Theater, wo komische Opern, Vaudevillcs, Pos-senspicle, Lust- und Schauspiele, in so fern die königlicheBühne sie nicht mehr in einem Zeitraum von zwei Jahrenaufs Nepcrtoir brachte, oder sie neu sind, gegeben werdenkönnen. Das auf dem Hofe befindliche Theatcrgcbäude,nach dem Plane des braunschwcigischcn HofbaumcistcrsOttmer von 1823 —1824 erbauet, ist 150 Fuß lang, 176Fuß breit und bis zur Giebclspitze 90 Fuß hoch. Der Haupt-cingang ist unter der Fa^ade Alexandersiraße No. 2. Dieinnere Form ist in sehr ansprechenden und zweckmäßigenVerhältnissen so gewählt worden, daß man von allen Sei-ten das Theater bequem überschauen kann. Die drei Rei-hen Logen und der vierte Rang, aus Amphitheater undGalleris bestehend, umschließen zwei Dritthcil eines Zirkelsund treten vom ersten Rang aufwärts der Bühne gegen-über um 4 Fuß, am Proscenium aber nur um 1 Fuß hin-tereinander zurück. Im ersten, zweiten und dritten Rangsind in der Mitte, der Bühne gegenüber, Sperrsitze, auchder untere Raum ist im Parquet mit Sperrsitzen, und imParterre zum Stehen eingerichtet. Das Haus kann 1400
bis