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machte den Entwurf zum Bau einer neuen Wache, dessenAusführung der verstorbene Obcrbaurath Moser übernahm,und nach dessen Tode der Prof. Schläzer fortfetzte. DieseWache bildet ein Viereck, das einen Hof umschließt. Vornsind sechs altdorifche Säulen, hinter welchen ^ Säulen und2 Mastern stehen. Hinter diesen ist ein dritter Rang vonMastern, der die Thür und die Fenster bildet; der Friesüber dem Giebel hat zur Verzierung Siegesgöttinnen mirLorbeerkränzen u. f. w. Die ganze Decke des Perisiyls istaus Stein zusammengesetzt, ohne Anwendung von Balken.Innerhalb ist rechts ein Saal für die Wache, links dasZimmer für die Offiziere und die Arrcstsiube. Die Ideeeines alten römischen Kastrums ist in Bezug auf die Be-stimmung dieses Gebäudes bei der Form des Ganzen zumGrunde gelegt.
Die Büchfenfchäftcrei, welche baufällig war und nichtmehr zu der sich immer mehr verschönernden Gegend paßte,ward ebenfalls abgetragen, lind eine neue Büchfcnfchäfterciin der Straße: am Kupfergrabcn: der großen Artillerie-Kaserne gegenüber, erbauet. Der Platz zwischen der neuenWache, welcher der Namen Königswachc beigelegt wurde,
folgenden Kriegesjahre einen gänzlichen Stillstand des Bauwesens inBerlin veranlaßten, ward er Landschaftsmaler, erfreuete die Kunst-liebhaber durch sein Panorama von Palermo und lieferte dem Theatermehrere geschmackvolle Entwürfe zu Dekorationen. Zugleich machteer für reiche Privatpersonen, für Künstler und Handwerker aller ArtZeichnungen zu Monumenten in Stein und Eisenguß, zu Bronzen,Geschirren, Basen, Oese», MeublcS u. f. w., deren sinnreiche For-men sein Talent ebenfalls bekunden. Als aber während dieser viel-fältigen Arbeiten die öffentlichen Angelegenheiten wiederum eine gün-stigere Wendung zu nehmen begannen, erhielt er im I. 18 lv bei derneu errichteten Baudepntativn eine Anstellung als Assessor, und wardbald darauf Professor, so wie auch Scnatsmitglied der Akademie derKünste, und Geheimer-Oberbaurath. Als solcher führte er, sowohlin Verlin als in der Umgegend, die Gebäude auf, die wir nach undnach erwähnen werde».