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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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Volk. Ihr Leichnam ward in demselben Monat in derSakristei der Domkirchc von Berlin beigesetzt, an demsel-ben, in ihrer und Berlins Geschichte unvergeßlichen 23. De-zember, wo sie im 1.1793 als Braut in Berlin eingezogenwar und im I. 1899 mit ihrem Gemahl nach der Haupt-stadt zurückkehrte, in den Schloßgartcn zu Charlottcnburgabgeführt, und daselbst in die Gruft eines ncucrbautcnTempels eingesenkt, wo im I. 1815 das von Rauch inRom aus weissen kararischen Marmor herrliche ausgeführteDcnkmahl der verewigten Königin Luise aufgestellt ward.Als würdiges Dcnkmahl der Unvergeßlichen wurde durchBeiträge eine Bildungsanstalt für weibliche Erzieherinnengegründet, die den Namen Luise nstiftung führt, undden edlen Zweck hat, die Tugenden der Verklärten, ihrenfrommen Sinn, ihre Bcrufstreue und holde Weiblichkeitauf die Nachwelt fortzupflanzen. Die jetzige Kaiserin vonRußland, Luisens crstgeborne Tochter, war vom König zurBeschützerin dieser Anstalt bestimmt. Am Todestage derKönigin, 19. Juli 1819, ward dieses Nationaldcnkmahl,dem das Untergeschoß des sogenannten Anspach-Baircuth-schen Palais, Wilhclmssiraße No. 192 eingeräumt ist, er-öffnet und eingeweiht. Diese Stiftung nimmt erstlich Töch-ter aus allen Ständen von 6 bis 14 Jahren auf, 29 bis24 an der Zahl, die in den nöthigcn weiblichen Kenntnis-sen und Kunstfertigkeiten von mehreren Lehrern und Lehre-rinnen, einige uncntgcldlich auf königliche Kosten, anderegegen eine jährliche Pension von 299 Thlr. unterrichtet wer-den. Die mit der Erziehung dieser Zöglinge beschäftigtenjungen Lehrerinnen, 5 oder 6 an der Zahl bilden sich zu-gleich für das häusliche oder öffentliche Erzichungswcscn,und endlich mehrere Mädchen aus den Niedern Ständen,von 12 bis 14 Jahren, werden dort zu Wärterinnen er-zogen. Die Stiftung erhält sich durch die Pensionen, dieUnterstützung des Königs, durch Zuschüsse aus der Lotterieund durch die Beiträge ihrer Gönner. — Eine andere wohl-thätige Stiftung zu Luisens Andenken gründete der Bischof