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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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Zustand der Hauptstadt vom 1.1806 bis zum Schlüsse deszweiten Pariser Friedens im I. 1815, der dritte begreiftden Zeitraum vom I. 1815 bis zum gegenwärtigen Augen-blick, das heißt bis zum Schlüsse des I. 1828.

Schon in dem ersten Zeiträume von 1797 bis 1806erfreuete sich die Hauptstadt mancher Verschönerung. Vol-lendet wurde durch einen beträchtlichen königl. Zuschuß derAusbau des unter Friedrich II- angefangenen und unter Frie-drich Wilhelm 11- fortgesetzten Charitcgcbäudcs, und die An-sialt konnte nunmehr ihren dreifachen Zweck ganz erfüllen,nämlich den Kranken in Berlin und Potsdam, die in ihrenWohnungen nicht Gelegenheit zur Heilung und Verpflegunghaben, thcils uncntgeldlich, theils gegen Bezahlung zum Zu-fluchtsort zu dienen; die zu Militärärzten bestimmten jungenLeute zu ihren Acmtcrn durch Hebung im praktischen Heil-geschäft vorzubereiten, und endlich die in den preußischenStaaten als Acrzte oder Wundärzte zu praktizircn berechti-get sein wollen, in den Stand zu setzen, an Kranken in derCharitc öffentlich die Probe ablegen zu können, daß sie demHeilgeschäfte gewachsen sind i). Eben so wurde im An

1) Für Schwangere die um Aufnahme bitten, ist ein besonde-res Gebärhaus, welches zugleich zur UnterrichtSanstalt für die Mili-tärärzte und die Landhebammen in der Mark dient. Da das in derKrausenstraße hinter dem jetzigen Hause No. 10 befindliche, im I.1728 errichtete, und im I. 1717 durch ein hinten daran stoßendesHauS nebst Garrcn in der Schützcnstraße erweiterte Irrenhaus imI. 1798 abbrannte, so wurde es zuerst nach dem ArbeitShause, unddann nach einem Flügel deS Charitegebäudes gebracht, wo es sich nochbefindet. Im I. 1713 ließ Friedrich II. zur Ausbildung der Mili-tairarzneikunde 12 Wundärzte aus Frankreich kommen, von denendie beiden ältesten, lVlsltres genannt, 1099 Thaler Gehalt hatten, dieübrigen, CompagnonS, 399 Thaler jährlich bekamen. Sie sollten imFelde unter Aussicht deS ersten Generalchirurgus dienen, im Friedenwaren sie bei der Charitc beschäftiget. Sie starben aber nach und»ach aus, und ihre Verrichtungen gingen, wie billig, an deutscheAerzte über. Der erste königliche Leibarzt ist auch der erste Arzt der