l) Fr. Herzberg, über die Veränderungen deS Friedrichs - Wil-helms-GymnasiurnS. 18V-1.
eine Mineraliensammlung angeschafft werden konnte. DasGymnasium bestand, wie schon früher gesagt, seit dem I.1767 aus dem berlinischen und damit verbundenen kölni-schen Gymnasium, aus der berlinischen Schule und ausdem Scminarium von Lehrern für gelehrte Schulen. Nurdie Gymnasiasten erhielten den Unterricht im Grauenklostcr-gcbäude, seitdem gegenüber im I. 1800 ein Schulgebäudefür die berlinische Schule acguirirt worden war. Die köl-nische, wie die berlinische Schule, aus den drei unternKlassen der Ansialt bestehend, blieb auf dem kölnischenRathhause.
Die damaligen vier Gymnasien wurden durch einfünftes vermehrt; als nämlich Friedrich Wilhelm II. am22. Februar 1787 für die bessere Organisation des gesamm-tcn Schul- und Erzichungswcsens das Obcrschulkollcgiumgestiftet hatte, und dasselbe zuerst für die Verbesserung desals gelehrte Schule mit der Realschule verbundenen Päda-gogiums, sorgte, so wurde bei Gelegenheit der 50jährigenJubelfeier der Realschule am 9. Mai 1797, dieses Päda-gogium zu einem mit allen Vorrechten höherer Schulanstal-tcn begnadigten Gymnasium, unter dem Namen von Frie-drich Wilhelms-Gymnasium erhoben i), und bekamsein Lokal in dem Hause Friedrichssiraße No. 41 uud 42.Die von dieser Anstalt abhängige Realschule, oder Kunst-und deutsche Schule, Kochstraße No. 66, besteht aus einerBürgerschule für Knaben, von welchen diejenigen, welchesich weiter ausbilden wollen, in das Gymnasium eintreten,und einer andern für Mädchen, No. 65. Letztere unter demSchutze der Kronprinzessin stehend, hat seit dem I. 1827die Benennung: Elisabcthschule für Töchter. Zuder Realschule gehört ein ansehnlicher Modell - und Ma-schinen - Saal. Auch war zu der Friedrich Wilhelms II. Zeit