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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
Entstehung
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beitct. Das am Gcbälke befindliche Basrelief stellt denMarkgrafen Albert Achilles vor, der in der Schlacht ge-gen die Nürnberger eine Fahne nüt eigener Hand erbeulet.Die Dcckenstücke zwischen der Durchfahrt sind mit allego-rischen Gemalten von Rode, die Seitcuwände der Durch-fahrten mit Basreliefs geziert, die Thatcn des Herkulesvorstellend, von mehreren Bildhauern von Berlin und Pots-dam. An den mittleren Hauptthcil des Thors stoßen zweiFlügel, mit Säulen dorischer Ordnung, die sich in einemrechten Winkel an die beiden nächsten Häufer des Platzesanschließen, zur rechten für die Thorcinnahme, zur linkenfür die Wache. Obgleich einige Kunstkenner die Profiledieses im attischen Geschmacke angelegten Baues im Ein-zelnen nicht durchgängig untadclhaft finden, der ganze obereThcil des Thors ihnen etwas schwerfällig erscheint, unddie Seitenflügel von ihnen etwas höher gewünscht werden,so gehört doch immer dieses Werk zu den vorzüglichstenKunstzierdcn Berlins, und kann zugleich als eins der schön-sten Stadtthore, ja vielleicht, als das schönste, in ganz Eu-ropa betrachtet werden >).

Langhans bauete ferner für sich selbst das Haus No.31 der Charlottcnsiraße, und als der König im I. 1790in dem ehemaligen Gräfl. Reußifchen Garten die Thierarz-ncischule stiftete, zur Bildung der Fahncnschmiede bei denKavallerieregimentern, und zur Aufnahme von Pferden undanderen Thieren in die Kur, nnd nunmehr Gebäude zurWohnung der Professoren, kalte und warme gemauerte Bä-der, ein Gewächshaus, ein Macerationshaus zum Trocknenund Bleichen der Skelette, Schmieden u.s.w. angelegt wur-den, so entstand auch, nach der Angabe des obgedachtcnBaumeisters, in dem Hauptgebäude der merkwürdige Hör-saal, wo die Vorlesungen gehalten werden, mit einer Kup-pel von Bohlen. Er ist oberhalb mit Gemälden nach der

1) Dr. C. Seidel, 1828. S. 112 113.