319
bei der Windmühle amStralauerthore," dem Grafen Truch-scs von Waldburg schenkte, und wo dieser im I. 1738 einHaus und Garten anlegte, durch den nachher, so wie durchden Theil des Gartens jcnseit des Grabens, der Splittger-bcrsche Garten vergrößert wurde. Hinter den: Garten lagder schon früher erwähnte Wustcrhausische Währ, ein offe-nes Lusthaus war gerade vor diesem Bär, wo das Rau-schen des Wassers eine angenehme Wirkung machte, undunter andern reizenden Partien, befand sich ein ovales chi-nesisches Lusthaus, auf einer kleinen mit hohen Baumenbewachsenen Anhöhe. Von diesem schönen Garten, der ge-genwärtig zun; Theil der Freimaurerloge zu den drei Welt-kugeln gehört, und mit welchem nur der gräflich ReußischcGarten, der jetzige Thierarzneischulgartcn, damals wetteifernkonnte, ist nur noch die Erinnerung im Namen derSplittgcrbergasse geblieben, die aus dcrWallstraße, inForm eines Hufeisens, zu diesem Garten führt. SowohlNcuköln als der Friedrich swcrdcr, der südlich anNeuköln, westlich an die Fricdrichsiadt, und nordöstlich anAltköln stößt, und von der einen Seite, vom Schleusen- undKupfergraben, von der andern vom Fesiungsgraben um-schlossen, auf einem Umfange von 3590 Schritten im I.1784, 302 Vorder- 296 Hinterhäuser und 5649 Zivilein-wohncr enthielt, boten schon als zwei unter dem großenKurfürsten neu angelegte und seitdem immer mehr ausge-baucte Stadttheile, ein regelmäßigeres und besseres Ansehnals mehrerer Straßen in Altberlin und Altköln dar, aber amausgezcichncstcn waren zu damaliger Zeit schon, wie zurjetzigen, die Friedrichsstadt und Dorothccn- oderNeustadt, wegen ihrer breiten und regelmäßigen Straßen,stattlichen Plätze, schönen Palläste, öffentlichen und bür-gerlichen Prachtgebäude u. s. w. Erstere, von der Luisen-stadt, oder damals von allen Vorstädten am wenigsten an-gebauetcn kölnischen Vorstadt, von Ncuköln und dem Frie-drichswerdcr begrenzt, hatte auf einem Umfange von 8690Schritten nur eine Gasse, aber 18z Straßen, und 5 Pla-