Von Jahr zu Jahr gewann Berlin an Größe undSchönheit, besonders seit Beendigung des siebenjährigenKrieges durch den Hubertsburgcr Frieden im I. 1763.Nicht allein Alt-Berlin hatte ganz und die berlinischenVorstädte größtenthcils, wie wir es oben gesehen haben,ihre jetzige Ausdehnung erhalten, sondern auch Alt-Köln,
gesetzten oder südlichen Seite, die Hälfte der Alexanderstraße. DieGrenze zwischen der Spandauer- und Stralauervorstadr bildet oberdie östliche Seite der Jakobsstraße und die rechte Seite der Baum-gasse (welche zur Ehre der Kronprinzessin den Namen von Elisa-beth st r a si e erhalten hat). Der St. Georgenkirchhof wirdnicht mehr als Begräbnißplatz benutzt, sondern ist ganz angebauct.Nicht allein ist dort die Blindenanstalt No. 19, sondern auch vonältern Zeiten her, außer dem St.Gcorgenhospitale No. 23 — 2Z, daSDorotheenhospital No. 1t>, für bejahrte arme Wittwen, von derKurfürstin Dorothee, Gemahlin des großen Kurfürsten im I. 1672gestiftet, und das Splctthaus, No. 17 —18, ebenfalls für 24 armeFrauen, und angeblich so genannt, weil eS seine Gründung zweienalten Leuten verdankt, die sich von Splcttreissen ernährten. Beideletzte Anstalten ressortiren von der städtischen Armenverwaltung. ZumGeorgenkirchhof« führen die große Georgenkirchgasse und diekleine Georgenkirchgasse, crstere von der Gollnowsgasse, dieandere von der Landsbergerstraße. Die Landwehrstraße, sonstJudengnsse genannt, liegt zwischen der kleinen Georgenkirchgasse undder Gollnowsgasse. Die MudrichSgasse, zwischen der Prenzlauer undneuen KönigSstraße, hat den Namen von Wadzeckstraße, seitdemdie WadzeckSanstalt sich in dieser Straße No. 8. befindet; noch gehörtzur Königsstadt dieHälfte der kl. Frankfurterstraße und drei Viertel vonder kurzen Straße, und zwar zwischen der Landsberger - und Elisa-bethstraße. Die Waß mannsgasse, die von der Weber- bis zurgroßen Frankfurterstraße geht, und so wie die LitzmannS- und Mu-drichsgasse gewiß ihre Benennung einem sonstigen Hausbesitzer in die-ser oder jener Straße verdankt, ist halb Bestandtheil der Königs-und halb der Stralauervorstadt, so wie die Hälfte der Hintergasseund die kleine Scheuncngasse zur Königsstadt gerechnet werden. Die-ser Stadtthcil hat also 9j Straßen, 7H Gassen und 4 Platze, und eSbefanden sich darin im I. 1784 an 487 Vorder- und 296 Hinter-häuser nebst sehr vielen Gärten, mit 662S Zivileinwohnern.