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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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straße, bezeichnet die Lage des ehemaligen Walls, und hießanfänglich auch die Mauerstraße.

Die im Hintergründe des Opcrplatzcs gelegene/ eigent-lich aber zur Friedrichsstadt/ wie die Reihe Häuser in derBchrenstraßc an diesem Platzt/ gehörige katholische Kirchezu St. Hedwig, wurde im I. 1747 angefangen/und zwar nach den von dem König selbst in Geschmackdes römischen Pantheons oder der Maria Rotonda in Romdazu entworfenen Zeichnungen/ mit deren Ausführung diezwei Architekten Büring und le Geay anfänglich beschäfti-get waren; da dieser Bau aber größtenthcils von Kollektenin Rom und andern katholischen Oettern bestritte»/ undaus Mangel an Fonds oft unterbrochen werden mußte/ sohielt man noch immer den Gottesdienst in einem Bctiaal inder Krausenstraße/ in der Nähe des Dönhofsplatzes, unddie Einweihung des neuen Kirchcngebäudcs durch den da-maligen Bischoff von Ermeland/ Fürsten Krasicki/ geschahnur im I. 1773. Vollendet war der Bau von Boumanndem Vater, dem allein die Konstruktion der hohen mächti-gen Kuppel gehört. Das Portal, welches, wie es die la-teinische Inschrift am Giebel zeigt, der Kardinal Quiriniauf seine Kosten hat bauen lassen, und zu dem man auf ei-ner freiliegenden Treppe steigt, ziert eine Säulcnstellung vonsechs jonischen Säulen, einen Giebel tragend, auf dem mandrei Bildsäulen von Meier dem alteren sieht. Zwischenden Säulen sind drei Eingänge zur Kirche, oben und ne-benbei mit Basreliefs aus der Geschichte Christi. Im In-nern wird die Kirche, welche ungeachtet einiger von denVauvcrsiändigcn gerügten Mängel, als eine der schönstenBerlins, ihrem Erfinder zum Ruhme gereicht, von 24 ko-rinthischen Säulen getragen, und hat eine von Gagliarimit architektorischcn Zierrathen gut gemalte Decke; an densechs Fenstern stehen die Bildsäulen der zwölf Apostel, vonEbenhccht. Auf dem Altare sieht man eine Gruppe vonweißem kararischen Marmor, welche Christus vorstellt,wie er von der Maria Magdalena für den Gärtner ange-sehen