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nannte beides Monbijou i). Zugleich mit der Verschö-nerung dieses Lustschlosses, wurde sowohl von Seiten desKönigs als von Privatpersonen mit dem Ausbau der Span-dauervorstadt fortgefahren. Im I. 1705 ward auf Vor-schlag des General-Erbpostmcistcrs, Grafen von Warten-berz, der Posthof in der Oranicnburgcrsiraße No. 35 und36 für Postwagen- und Pferdeställe angelegt, jedoch erstim I. 1713 vollendet. — Vis zum I. 1705 wurden dieLeichen der Armen und Waisen auf dem Gottesacker derGcorgcnkirche und auf dem zu dieser Kirche gehörigen Ja-kobskirchhofe (wo jetzt die Kaserne des Regiments Alexan-der in der Alcxandcrsiraße steht) uncntgeldlich begraben.Als dieß der Vorstand der Gcorgcnkirche nicht mehr erlau-ben wollte, so schenkte der Rathmann, Stadthauptmannund Armen-Deputirte Koppe, einen ihm zugehörigen, vordem damaligen Spandauerthore, zwischen dem jetzigen Ham-burger- und Rosenthalcrthorc belegenen Platz zum Armen-kirchhofe, und es wurde nunmehr der bis dahin wüste undaus einer Sandschcllc bestehende Platz mit einem Zaunumgeben, dessen Unterhaltung der Armenkasse oblag. ImI. 1708 wurde das Haus in der Hospitalstraße No. 59angebanet, was unter dem Namen des Thürmchcns be-kannt ist, weil es ehemals mit einem Thurm versehen war,dessen Wetterfahne sich noch aus dem Dache befindet; diesHaus war ursprünglich nur zur Wohnung für den Tod-tcngräber bestimmt, erst im I. 1739 sind Arme, die in an-dern Armcnanstalten nicht Platz hatten, bis zu ihrer ander-weiten Unterbringung darin aufgenommen worden; hieraushat sich allmählig ein Hospital gebildet, in welchem, unterAufsicht des Todtcngräbcrs als Hausvater, 21 alte Perso-nen weiblichen Geschlechts mit Wohnung, Hcitzung, Erleuch-tung und einem Almosen von täglich 1 Gr. 3 Pf. verse-
1) Ms Peter der Große im I. 1717 nach Berlin kam, hat erin diesem Schlosse gewohnt.