Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
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um's Herz war, lind überall gleich liebenswürdig, Er mochtenun in Seiner Staatsuniform mit dem Kaiser Alexandersich unterhalten, oder im grauen Ueberrock, mit der Feld-mütze auf dem Haupte, in den stillen Straßen von Potsdamohne Begleitung umhergehen, und in den abgezogenen Hutdes am Wege stehenden Armen schnell und unbemerkt einGoldstück gleiten lassen, wie man Ihn Einmal gesehen undgefunden, so sah und fand man Ihn immer wieder, immer D c n-sclben, wenn auch nicht in der Stimmung, wer könntedas verlangen! doch in Princip und Gesinnung. SeinLebensprincip war nie abhängig von den wechselnden Launeneiner wandelbaren Politik; nie abhängig von den bald gün-stigen, bald ungünstigen Einflüssen Seiner Umgebung undeintretender Zufälle; freilich mußte auch Er, da sich Vielesselbst im Leben eines Königs nicht immer zwingen läßt, oftlaviren und sich accommodiren und den Umständen nachge-ben, aber in dem, was Er einmal als das Wahre, Rechteund Ewige erkannt, und was das Unglück Ihm gleichsameingcätzt hatte, war Er, man kann sagen bis zum Eigensinn,unbeweglich und ließ es nie und in keinem Falle fahren.

Er war der traitabclste Mann in allen currentcn, ge-wöhnlichen Dingen; aber Geheimeräthe, Minister, die in ern-sten, wichtigen Angelegenheiten von Principicn ausgingen, dieden Seinigen entgegengesetzt waren, wurden nicht mit Ihmfertig, wie davon viele thatsächlichc Beweise anzuführen wä-ren.Gott fürchten; Recht thun; Keinen Menschen scheuen;Recht muß doch Recht bleiben, und bleibt zuletzt immerOben/' war das kühne Wort, welches ich Ihn in schwieri-gen Collisionen oft habe sagen und stark betonen hören.Darin wankte Er nie und wußte stets auf der Stelle, was