Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
Seite
517
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sprächen; und deren giebt cs heut zu Tage noch.*) Werkann cs Allen recht machen? Der König legte cs daraufgar nicht an, das Geschrei der Tagcsblätter für sich zuhaben, ihre Stimmhabcr kümmerten Ihn nicht, wiewohl Erdie vorzüglichsten Journale und ihre Oppositionen las; Ihmund Seinem Bewußtsein war cs genug, das anerkannt Gutezu wollen, und Seine Regierung war und blieb eine väter-liche. Die Nation fühlte das; dieß Innewerden derselben,die damit verbundene fortschreitende öffentliche Wohlfahrt,die daraus entspringende Anhänglichkeit und allgemeine Liebe,welche sich in tausend Thatsachcn kund gab, war Sein

*) Noch vor wenige» Jahren stand in einem öffentlichen vielge-lescnen, aber wegen seiner Frechheit jetzt eingegangenen aus-wärtigen Blatte ein giftiger Aufsatz, in dem der Verfasser zubeweisen suchte, daß Friedrich Wilhelm !!!. ein gewöhnlicher,mit groben Fehlern behafteter Mensch und ein mittelmäßiger,insolenter König gewesen sei; das Gute, was sich in der ZeitSeiner Regierung finde, sei das Werk Seiner Generale undMinister; Er selbst, ein abcrgläubigcr und bornirter schwacherMann, habe überall das Volk und seine gemeinsame Wohl-fahrt gehemmt. Die Stimme der Geschichte spricht in tausendThatsachcn das Urtheil, und die Nachwelt wird cs noch mehrthun. Schlimmer als diese Anklagen sind die Lobrcdncr undPanegyrikcr des Hochseligcn Herrn, die aber Seine Werke, alszwar gutgemeinte, doch nicht genug überlegte, übereilte unddarum unreife Werke, zum Beispiel die Kirchliche Union,wieder zu zerstören trachten. Gefesselt und geblendet vomengherzigen Confcssionsgeiste, unfähig, dieselbe zu fassen und inihre Tendenz einzugehen, hat sie zu tiefe Wurzeln im gesundenVolke gefaßt, als daß sie, ein Werk von Gott, wieder unter-gehen könnte. Aber in Hinsicht auf diese verkappten soge-nannten Rechtgläubigen kann man mit Kant sagen-Gottbehüte uns vor unfern Freunden, vor unsern Feinden wollenwir schon uns selbst in Acht nehmen."