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Sterbender. Nach dem Gottesdienste sagte Er mir: »derArzt habe Ihm zwar abgcrathcn, demselben beizuwohnen;aber Er hätte doch nicht geglaubt, daß Ihm dieser Besuchkörperlich schaden könne, und das Wort von Dem, der dieAuferstehung und das Leben sei, habe Sein Herz erquickt."Als ich darauf Ihn bat, mich zu meiner jährlichen Reisenach dem Rheine zu beurlauben, und Er fragte: „warum ichfrüher als gewöhnlich reisen wolle?" und ich antwortete:„mein jüngster Sohn wünsche am II. Mai, dem Geburts-tage seiner Braut, von mir copulirt zu werden," sagte derKönig: „Das ist ein gerechter Wunsch; wer könnte auch in-niger, herzlicher und lieber segnen, als der Vater! GehenSic mit Gott und sagen Sie Ihren Kindern, daß ich ihnenden reichsten Segen Gottes in ihrem Ehestände wünsche."Sein Segen meiner Kinder ist das letzte Wort, das ich ausSeinem liebreichen Munde vernommen habe."
„Ich glaubte nicht, daß das Ende des Königs so nahesei; der Leibarzt meinte, Er könne und werde sich noch ein-mal erholen. Gott hatte es anders beschlossen. Ich schweigevon der herzzerreißenden Trauer bei der Nachricht von den,Tode des selig Vollendeten. Doch:
„Selig ist der Mann, der die Anfechtung„erduldet; denn nachdem er bewährt ist,„wird er die Krone des Lebens empfangen."
Nr. Noß.