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3,2 (1846)
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vollends, als Er mich freundlich anredete:Ich weiß wohl,daß Sic ein Opfer gebracht haben, Sic sind in eine schwie-rige Stellung gekommen; aber ich bitte Sie, muthig undgetrost zu bleiben; mit Gott wird Alles gut gehen. WennIhnen einmal schwer um's Herz wird, so vertrauen Sie esmir an; es wird mir angenehm sein, wenn ich Ihnen eineFreude machen kann." Ermuthigt und gerührt von dieserThcilnahme, antwortete ich aus dem Herzen, ich weiß abernicht mehr, was. Darauf erkundigte sich der König nachmeinen Familien-Verhältnissen und sprach mit mir wie eingütiger Batcr mit seinem Sohne. Nun war alle meineAengstlichkeit verschwunden, und ich konnte frei und unbefan-gen mit Ihm reden. Ach! wie oft bin ich mit schweremHerzen zu Ihm gekommen, und getröstet, gestärkt und er-muthigt, von Ihm gegangen."

Bci'm Antritt meines Amtes fand ich eine große Oppo-sition gegen die Einführung der Liturgie und Agende vor.Gott gab mir die Gnade, meine biblische Ucberzcugung frei-müthig aussprechen und zur glücklichen Vermittclung bei-tragen zu können. Das gute verheißungsvolle Werk derkirchlichen Union lag Ihm warm am Herzen. Er sah undfand in ihr den gesunden Keim des Fortschrittes. Er beför-derte sie, wo Er konnte, auch dadurch, daß Er bei ursprüng-lich lutherischen Kirchen nach der ehemaligen trennenden Con-fcssion reformirte Geistliche, (wie bei mir geschehen) und um-gekehrt bei anfänglich reformirten Kirchen ehemals lutherischePrediger anstellte. Von den Provinzen am Rhein, Jülich,Cleve, Berg und Mark, sprach Er gerne und mit Liebe, undEr freute sich, daß in diesen Ländern so schnell und gut diekirchliche Union zu Stande gekommen, weil ihre Geistlichen,