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3,2 (1846)
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als solche, ihr grobes Gepräge an der Stirn trägt und vonjedem Rechtlichen gleich bei'm ersten Anblick erkannt und ge-flohen wird. Ganz unstreitig sind alle Verfolgungen, alleIntoleranzen, alle Härten der Römisch-Katholischcn Kirche,alle ihre Inquisitionen in Rom und Madrid, aus guterMeinung entsprungen, und sie hätten sich nicht so langehalten und bcthören können, wenn sie nicht den Schein derFrömmigkeit für sich gehabt und das Gepräge der Necht-gläubigkeit getragen hätten. Ganz unstreitig meinte es mitder evangelischen Kirche und deren Förderung der KönigFriedrich Wilhelm III. von Herzen gut; aber gerade diepictistisch-mystische Partei, welche sich uberall im Lande, be-sonders in Königsberg und Berlin, gebildet hatte, war es,die der guten Sache und ihrer Durchdringung Hindernissein den Weg legte. Ein häßlicher Verdacht ging wie einböser Geist durch das Land, und es ist nicht zu leugnen, daßvorzüglich daher die vielen Hindernisse und Schwierigkeitenentstanden, welche der Annahme und Einführung der Liturgieund Agende sich hartnäckig feindselig in den Weg stellten.Vorzüglich war dicß der Fall in den Ländern Cleve, Jülich,Berg und Mark. Diese Provinzen hatten vom Anfange derReformation an die uralte christliche Prcsbyterial- undSynodal-Verfassung gehabt und waren durch eine General-Synode kirchlich miteinander eng verbunden. Der Werthund praktische Einfluß dieser naturgemäßen und christlichenVerfassung hatte sich seit Jahrhunderten durch kirchlichen reli-giösen Gcmeinsürn bewährt, und es gicbt kein Land, wo alswirkliche Seelsorger die Pastoren über ihre Gemeinden mehrvermögen und so einträchtig zusammenhalten, als eben inden Provinzen Cleve, Jülich, Mark und Berg, vorzüglichin diesem gesegneten Lande; und gerade in diesen Ländern