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trug zwar Ideale, aber keine Kirche in sich, und was derMensch nicht hat, kann er auch nicht geben."
Diese lauten Urthcile kamen dem Könige zu Ohren unddie ganze mißlungene Sache war und blieb Ihm so zuwider,daß Er von Dingen, die sich prächtig und vielversprechendankündigten, deren Ausgang Ihm aber problematisch war,zu sagen Pflegte: „Es wird, sürchtc ich, damit gehen, wiemit der Nicolai-Kirche!"*)
8.
Ein großer Theil des In- und Ausländischen Publicum'shatte die Meinung, die Regierung des Königs FriedrichWilhelm III. sei eine Regierung durch die Minister undOber-Präsidenten; sie wären es, die den Staat regierten; siekönnten thun und thäten, was sie wollten und sür guthielten; Einer schonte den Anderen, zufrieden, wenn Jedernur in seinem Departement unumschränkter Herr wäre;darum würden auch die Minister beibehalten, bis sie altwürden und stürben. So sei es bequem, und Jeder, routinirtund eingefahren, wohl bekannt mit den currcnten Sachenund fungirendcn Personen, mache es dem Könige leicht,der, eigentlich nur ein Figurant, weiter Nichts thue, alsnur Sein kurzes I'lueet auszusprechen. Ein ganz ge-
^) Leider! ist es mit der Nicolai-Kirche so geblieben; so wie sieist, erscheint sie zweckwidrig. Noch nicht lo Jahre alt, bedurftesie doch schon mehrerer Reparaturen, so daß die große Nicolai-Gemeinde auswandern und ihren Gottesdienst in der entlegenenHeiligen-Geistkirchc halten mußte. Jetzt im Jahre I84V lassendes jetzigen Königs Majestät Friedrich Wilhelm IV. auf dieserKirche eine hohe Kuppel, als akustisches Verbcsserungsmittel,errichten. Gott gebe, daß die gute Absicht erreicht werde!