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den Kronprinzen, und das gemze Königliche Haus. Amen."(Unser Vater. — Segen. — Schlußgcsang.)
Nun wurde rüstig die Hand an's Werk gelegt und derKirchenbau erhob sich von Jahr zu Jahr immer klarer undbestimmter. Der König betrachtete ihn oft, vorzüglich ausden Fenstern, wo Er als Kind gestanden; Schinkel kam oftvon Berlin nach Potsdam, sein wachsendes Werk rcvidirend,und nach seinen vorgeschriebenen Ideen leitete das Ganze derHosbaurath Pcrsius *). Derselbe gab sich mit Leib und Seeleder Sache hin, und vollendete, nicht ahnend die Tücke desbösen, launenhaften Zufalles, den köstlichen und kostbaren Bau.
") Auch dieser ist, menschlichem Ansehen nach zu früh für dieKunst und seine Familie, verstorben. Persius, der, wenn erlänger gelebt hätte, gewiß auch in den weiten Kreisen derArchitekten-Welt bekannt und berühmt geworden wäre, warein gehaltener, ernst heiterer Mann. Er dachte, lebte und webtein der alten Baukunst, versenkte sich in ihre Tiefen, und erhobsich zu ihren Höhen. Seine ganze Seele war voll davon under studirtc in ihrem Geiste, wie in ihren Formen. Ihre Ge-schichte, ihre Entwickelung, ihren Stillstand, ihre» Rückgang,ihre Vermischung und Eompositioncn, kannte er in allen ihrenSchattirungen, und geweckt durch Schinkel, sympathisirte er mitihm, innigst befreundet. In sich gekehrt, lebte er doch in derAußenwelt; belauschte die Natur in ihrer Urschönheit; unter-schied scharfsinnig, und nahm in sich auf geniale Funken. Beiseinem Aufenthalte in Italien, vorzüglich in Rom, widmete ersich hauptsächlich der praktischen Kunst, vertraut mit ihrenTheorien. Bald nach seiner Zurückkauft starb er; seid zarterKörper erlag der Regsamkeit seines reichen Geistes. Ihn ver-stand, ehrte und gebrauchte der geistreiche geniale König FriedrichWilhelm IV.; Persiuö ist es vorzüglich, der, vertraut mit denGesetze» und Kräften der Hydraulik, die herrlich gelungenen