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ernsten Zweck haben, namentlich Kirchen, bei Legung desGrundsteins feierlich einzuweihen und bci'm Anfange desWerkes den Segen Gottes zur glucklichen Vollendung zuerflehen."
„Schon in der Urgeschichte des menschlichen Geschlechtsfinden wir diese fromme Sitte, zum Beweise, wie tief dasBedürfniß, aus dem sie entspringt, in der Brust des Men-schen liegt."
„Dieser Stein", sprach der Patriach Jacob, „denich aufgerichtet habe zu einem Male, soll einGotteshaus werden", und durchdrungen von der All-gcgenwart Gottes, ergießt sich sein frommes Herz in dieempsindungsvollcn Worte: „Gewißlich ist der Herr an diesemOrte. Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichtsanders denn Gottes Haus; hier ist die Pforte desHimmels. Zwar wohnet der Herr, des Himmelsund der Erde Schöpfer, nicht in Tempeln mitHänden gemacht; seiner wird auch nicht vonMenschenhänden gcpflcgct, als der Jemandes be-dürfte". — Aber wir bedürfen Seiner; bedürfen in derOhnmacht und Sündhaftigkeit unserer Natur, in der Kürzeund Nichtigkeit unseres Lebens, einer heiligen und geweihctenStätte, wo das zerstreute Herz in ernster gcmeinschastücherAndacht vor ihm sich sammelt, und in dieser Sammlungdas Bewußtsein unserer Menschen- und Christenwürde lebendigwird. Darum hat der Bau einer neuen Kirche eine tiefe,gehaltvolle Bedeutung; er bezeichnet ein höheres geistigesBedürfniß; er gehört zu den besten Zeichen der Zeit, und istin der Geschichte einer Stadt ein glänzender Lichtpunkt. Wirbewundern gelungene Werke der Baukunst, dem geselligenVergnügen, den Künsten und Wissenschaften, dem Werkehr