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war Er in trüben und frohen Stunden außer sich. Jeden,Geschäft und jeder Stunde des Tages gab Er ihr cigen-thümliches Recht, und wie Er an sich selbst wußte, daß manin den ersten frischen Morgenstunden anders gestimmt ist, alsin denen nach Tische: so beurtheilte Er auch Andere, die aufSeine Befehle warteten. Er war ein billig denkender Herr.
Diese Seine Vielseitigkeit wurde vorzüglich sichtbar inder Wahl und Benutzung Seiner zahlreichen Adjutanten; undwenngleich dieselben sich um Ihn bewegten wie Trabantenum ihren Fixstern, so hatte doch Jeder von ihnen sein eigcn-thümlichcs Licht, welches auch in der Subordination schien,und alle waren gescheute, würdige, tadellose Männer, dieihren Herrn zu rcpräscntiren wußten. Aber Jeder war an-ders und in seiner Persönlichkeit zu dem Geschäft tüchtigfür das er da war.
So wie der König für ernste Geschäfte am frühenMorgen den ernsten und tiefen Obristcn von Witzleben brauchte,so hatte Er gern bei Tische und in dem Wagen bei sich denhumoristischen, satyrischcn und srcimüthigen Husarcn-Obristenvon Malakowsky. Er hatte an ihm Seine Freude, undhörte seine skeptischen Ein- und Ausfälle auch dann gern,wenn sie selbst bittere Wahrheiten enthielten, (liielenäolliuere verum.) Mit hohen Herren ist nicht gut Kirschenessen; Malakowsky as sie mit dem Könige, denn wie Erselbst, war er heiter und bieder, und er hielt sich fest aufdem allerdings glatten Boden. Einst fuhr er, in einemWagen neben dem Könige sitzend, an einem schönen Som-mermorgen über den Gcnsdarmcn-Markt. Die glänzende
') cid. 2. Theil 2. Abthellung, S. 3W-3S1.
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