Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
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wegc der Jntriguc; hier sieht er den Mißbrauch des Amtes,der Stellung, der bevorzugten Geburt, hier sieht er dasRingen des stillen Verdienstes und erfreut sich an der reinmenschlichen That des Niedrigen, und das Alles im Gewändeder Kunst, der Dichtung, belebt durch die schaffende Kraft derDarstellung. Wie könnte mit der nothwcndigcn Erholungvon schweren, sorgenvollen Obliegenheiten ein edlerer, ja nütz-licherer Zweck verbunden werden, als der, welcher für einenFürsten nothwendig aus Anschauung der Bühne hervor-gehen muß?"

Anfangs waren die Theater-Vorstellungen im Palaisder Königlichen Prinzessinnen auf die einfachsten Mittel be-schränkt. Nur kleine Stücke mit möglichst kleinem Personalwurden besonders dafür ausgewählt. Nach den Proben standein Dejeuner n In IPu-roliottc für das darstellende undVcrwaltungs-Personal servirt, während das Hülfspcrsonalin einem Nebenzimmer ein zweites Frühstück aus nur kaltenSpeisen bestehend erhielt, bei welchem auch der auf den erstenTischen gegebene Kuchen und das Dessert fehlte.

Als die Vorstellungen sich späterhin mehr ausdehnten,war auch einmal die Anwesenheit einiger Kinder nöthig ge-worden; diese wurden nach beendeter Probe an dem zweitenFrühstücktisch placirt. Der König bemerkte, daß die Kleinenkeinen Kuchen erhielten, nahm stillschweigend einige Händevoll von dem größeren Tische und legte ihn vor die Kinderhin. Er hätte es ja nur befehlen dürfen! Aber nein,das wäre gegen die Hausordnung gewesen. Er erkannte denUnterschied, der gemacht wurde, als nothwendig und zweck-mäßig an;-wollte aber die Kinder doch erfreuen!"