Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
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Decorationen und Maschinen in der Nähe zu besichtigen,theils um gnädige, freundlich ermunternde Worte an dieVorstände und die vorzüglichsten darstellenden Mitglieder zurichten. Hier, wie überall, war es Ihm sichtbar unangenehm,wenn Seinetwegen irgendwie das Bühnengcschäft unter-brochen, oder auf Seine Anwesenheit besonders geachtet wurde;— ja besuchte Er während der Vorstellung in den Zwischcn-acten das Theater, so mußte der damit Beauftragte dasZeichen zum Wiederansange des nächsten Actes ohne Rück-sicht auf Seine Anwesenheit geben; und kehrte der Königdann sofort in Seine Loge zurück. Gab ein Künstler vonRuf Gastrollen und crfreuete sich des Königlichen Beifalls,so konnte man mit Gewißheit darauf rechnen, daß der Königihm einige freundliche Worte sagen würde. Dieser Besuchder Bühne hörte in den letzten fünf Lebensjahren fast ganzauf; war dagegen zur Zeit, als die Spontini'schcn OperniXm'mulmI und ^leiclcw am Häufigsten gegebenwurden, fast regelmäßig. Im Berliner Schaufpielhaufe, aufdem Stadtthcater in Potsdam und in Charlottenburg er-schien der König nie auf der Bühne; dagegen wohnte Erden Proben bei, wenn im Neuen Palais zu Potsdam oderim Palais der Königlichen Prinzessinnen in Berlin gespieltwurde. Alles dicß gewann bei der bekannten Pünktlichkeitund Ordnung des Königs eine bestimmte Form und Norm,deren stete Wiederkehr mit Gewißheit zu erwarten war.Was einmal geschehen war, geschah immer, Nichts kam un-erwartet, jeder Vorgang konnte auf geregelte Wiederkehrrechnen, wenn er in seinem Ergcbniß dem ernst-milden Sinnedes Königs entsprochen hatte."

„Selten brachte der König einen Abend anderswo alsim Schauspiele zu, selbst wahrend des Sommers und sogar