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3,2 (1846)
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schieben. Als Er noch jünger war, hatte Er auch SeineFreude an schönen Pferden, und die muthigstcn und feu-rigsten waren dem guten und kühnen Reiter gerade die-jenigen, die Er verlangte und die man Ihm vorführenmußte. Solche Lust verschwand aber mit den Jahren, undhörte im Alter ganz auf. Die Jagd hat Er nie geübt;Er nannte sie ein grausames, erbärmliches Vergnügen. Ersprach gern und oft von Seinem biederen Ahnherrn, demKönige Friedrich Wilhelm I,; aber die Leidenschaft desselben fürdie Jagd, besonders Parforcc-Jagd, war Ihm nicht lieb undEr meinte, daß der Jähzorn des sonst verehrten Herrn, jadie Grausamkeit, die er sich oft zu Schulden kommen ließ,durch diese unselige Neigung erhalten und vermehrt worden sei.—Gute geistreiche angenehme Bücher kannte und liebte Er und Ersuchte in stillen Stunden, die Seine Regicrungsgcschäftc Ihmüberließen, ihre belehrende Unterhaltung; Er kannte die Deut-schen und Französischen Klassiker und durch die Fürsorge undden täglichen Umgang mit Alexander von Humboldt bliebEr in Kcnntniß der neuesten Literatur. Vorlesen ließ Ersich, Seinen Kindern und der nächsten Umgebung, bei Hosezwar oft, besonders in den langen Winterabenden; aber we-nige Vorleser machten es Ihm zu Danke; die Meisten dccla-mirten Ihm zu viel und betonten Ihm Alles zu stark.

6) Und der König hat darin Recht; woher es auch kommt, daß sowenige Borleser, von Bürgcr's Frau an bis auf gegenwärtige Zeit,darin ihr Glück machen. Den meisten Zuhörern ist das Gesuchte,Gespannte und Affcctirtc, zuwider, in welches die Meisten gerathen;man hört es gleich heraus, daß der Borleser eines Stückes und derSchriftsteller zwei Verschiedene sind, statt daß Dieser in Jenem