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Decorationen, ihre Tänzer und Tänzerinnen, kosteten Ihmviel Geld und Er gab vorzüglichen Schauspielern und gutenSängerinnen große Gehalte. Er berief Französische undItalienische Schauspieler, es wurde mit Seiner Genehmigungein zweites Theater gebaut, das sogenannte Königsstädter,und so oft Er in Potsdam war, wohnte Er in der Regelin Seiner Loge dem Schauspiel bei; ließ im Sommer, sooft Feste im Neuen Palais waren, auf dem kleinen Schloß-Theater Vorstellungen geben und die Spieler und Spiele-rinnen durch den Geheimen Kämmcricr Timm gut bcwirthcn.Ja Er selbst erschien unter ihnen, zeichnete die vorzüglichstenaus, und man erzählt sogar, daß Er nicht selten den Pro-ben beigewohnt habe.
Diese Neigung gefiel der jungen und alten leichtsinnigenWelt und sie rühmte sie; den Ernsten, Gesetzten aber mißfielsie, sie tadelten sie, fanden sie räthsclhast und unvereinbar mitSeinem sonstigen Leben und dem ernsten, besonders dein kirch-lichen Sinne, den Er dabei ebenso offen an den Tag legte.„Ein König, dem so viel durch den Kopf ginge, der so Nie-tes zu bedenken und zu verrichten habe," meinte man, „hättewohl was Anderes zu thun, als täglich in die Komödie zugehen und Narrenpossen zu sehen; der alte Herr gehe auslanger Weile hin und wolle auch unterhalten sein!" DieGuten schwiegen, in Anerkenntnis; so vieler übrigen löblichenEigenschaften und Regenten-Tugenden, still, schüttelten aberdie Köpfe, und seufzten, mit dem Worte: „Räthselhaft!"Die modernen Mystiker und Pietisten klagten und verdamm-ten laut; sie meinten, „der Abbrand des Schauspielhauses(1817) sei eine gerechte Strafe des zürnenden Himmels; essei eine Sünde und Schande, daß es zwischen zwei Kirchen