Druckschrift 
3,2 (1846)
Entstehung
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gen, der Fall. In den vorigen kriegte man mit Söldlingenund der Soldat, besonders der gemeine, war nur ein blindesWerkzeug in der leitenden Hand des commandirendcn Feld-herrn, so daß Tactik und Strategie die Hauptsache war.Das mochte sie auch sein sonst; das ist sie aber jetzt wenig-stens in dem Grade nicht mehr. Zwar folgt unser Soldatgetreu und gern auch dahin, wo es heiß und gefährlich ist,seinem Führer, und Keiner, auch nicht Einer, wird zögernund zurückbleiben; aber in unserer Armee herrscht neben derDisciplin und dem Gehorsam doch auch die Intelligenz.Sie, die Linien-Regimenter und die Landwehr, bestehennicht mehr, wie sonst zum Thcil, aus angeworbenen Fremd-lingen, sondern ganz und allein aus Landcskindern; undKinder wollen einen Vater haben. Die Söhne unseres Va-terlandes, die, reich und arm, vornehm und gering, in Reihund Glied nebeneinander auf einer Linie stehen und da, be-sonders wo es gilt, gleich viel gelten, sind wackere, gebildeteMänner, die das Ihrige gelernt haben, und, edel und gut,auch durch höhere religiöse Bande uniirt und verbunden sind.Zwar existirtc da, als sie mit Gott für König und Vater-land muthig in den Kampf schritten und als Helden daraushervorgingen, noch keine Union; aber es ist ganz etwas An-deres, eine gute Sache vorher nicht gekannt, nicht gehabt zuhaben, als es dann ist, wenn man sie kennt, besitzt. Ausder Eintracht im Kriege ist die Union im Frieden hervorge-gangen, und es ist besser, eine Wohlthat gar nicht besessenzu haben, als, wenn man sie gehabt, sie wieder zu verlieren.Jedem, der es mit dem Könige und dem Vaterlande vonHerzen redlich und gut meint, ist Alles, was verknüpfenund vereinigen kann, wichtig, und nur ein Bösewicht kanntheure, zusammenhaltende Bande locker machen und auslösen.