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3,2 (1846)
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Wohl hatte der König die Resormationsgeschichtc gelesenund kannte Luthcr's Schriften; Er hätte also zur Förderung

scr» dasselbe für das wahre Wort Gottes erkannt und im Her-zen durch den Geist Gottes besiegelt ist; keineswegs aber wederauf dem Ansehen der Apostel, noch auf dem Ansehen der Kirche,noch auf dem Ansehen eines Standes in der Kirche." Wegendieser, damals hetcrodoxen Acußerung, wurde er von der gel-tenden starren orthodoxen Partei für einen gefährlichen Neu-ling erklärt, und ihm eine große Menge Fragen zur Beant-wortung vorgelegt. Fortwährend hatte der fromme biblischeMann mit dem theologischen verfolgenden Hasse zu kämpfen,und nach seinem Tode fragt in seinem Zclotismus ein RostockcrTheolog:ob der Propst Spcner auch selig gestorben sei?" under ist geneigt, diese Frage nach seiner dogmatischen Logik mitNein zu beantworten.Die Reformation ist," ( sagt ein geist-reicher Rcccnsent, Neue Jcnaische Literatur-Zeitung Nr. 2gg.den ti. November 1843)von Anfang an beschrieben und bcur-theilt worden; aber allseitiger, freier, tiefer lernen wir sie erstin der neueren Zeit verstehen, wo wir am Vorabend einer gro-ßen Entwickelung der Geschichte stehen, wo wir im Begriff sind,das, was die Reformation wollte und erstrebte, in höherer Po-tenz wieder zu erringe»; wo das unbefriedigte Sehnen undTreiben, Fürchten und Hoffen, die Gemüther ebenso, und dochanders, ergriffen zu haben scheint, als in dem Jahrhundert vorder Reformation. Und eben in unseren Tagen ist es von gro-ßem Wcrthe, daß uns die hehren Gestalten jener geistvoll be-wegten Zeit recht lebendig vor die Augen geführt werden, umuns an ihnen zu kräftigen und in dem Streben nach einerneuen Entwickelung des kirchlichen Lebens thcils die Fehler jenerZeit vermeiden, thcils durch Versenkung in den religiösen Grund-ton, der die Deutsche Reformation beherrschte, vor den Gefah-ren uns bewahren zu können, welche in der gegenwärtigen Zeituns drohend entgegentreten." Und wie: war die Zeit des Sym-bol-Zwanges, in welcher man einen Andreac, Spencr, Ahrendtu. n. A. haßte und verfolgte, eine glückliche? Sollen wir da-hin zurückkehren?