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und Verdacht ausfege, zu Lob und Ehre seinesheiligen Namens und zur Seligkeit vieler See-len." Von der Augsburger Confession sagt er: „Philip-pus, der sie verfertigt, hat zumBewcise, daß sienur eitel menschlich Worte und unvollkommensei, sie verbessert und an ihr geändert. Sieist nicht ein strenges Gebot, auf daß wir nichtpäbstliche Decretalien aufwerfen, sondern nurals Geschichte, als Historie, als Bekenn tniß un-seres Glaubens, denn sie soll kein Conscicnzcn-strick werden." *)
Siehe Luther's Brief an Or. Bugenhagcn und Vorrede zuMelanchthon's Unterricht für die Bisitatoren. Keineswegs hatteMelanchthon bei Anfertigung der Augsburgischcn Confession dieAbsicht, daß sie eine bindende stationaire normative Glaubens-formel für alle Zeiten sein und bleiben sollte; vielmehr erklärter sich wicderholentlich dagegen. Der alten römisch-katholischenKirche und ihrer Hierarchie gegenüber war es der jungen, nochnicht befestigten, protestantischen Kirche heilsam und nöthig,daß sie als Waffe gegen Angriffe auch die symbolischen Bücherbrauchte und ihnen kirchliche Autorität gab. Dicß und dieWürde eines Glaubensbekenntnisses müssen und werde» sie füralle Zeiten auch behalten; aber man würde gegen die wieder-holte ausdrückliche Erklärung der Reformatoren handeln undden Geist des Protestantismus ganz und gar verkennen, wennman die symbolischen Bücher, namentlich das erste unter ihnen,die Augsburgische Confession, der heiligen Schrift gleich stellenwollte. Dieser dürfen sie nicht coordinirt, ihr müssen sie, alsein menschliches Werk, subordinirt werden. Der Propst vi.Spcner, einer der gelehrtesten und frommsten Theologen sei-ner Zeit, nahm die symbolischen Bücher an, nicht guiu, sondernguutenns sie mit der heiligen Schrift übereinstimmten. Ineinem Response sagt er ausdrücklich: „Der Christenglaube ruhetunmittelbar auf der Offenbarung Gottes in seinem Worte, so-