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Separatismus gestaltet, durch alle Epochen der christlichenKirche bis auf den heutigen Tag, und wird wahrscheinlichdiesen Charakter, freilich unter verschiedenen Modisicationen,behalten.
Vielfach wurde der König von diesem Pietismus und My-sticismus berührt und in Anspruch genommen. Er ehrte und er-kannte darin sein erstes Element, die Pietät, und darum fand erin Ihm einen Schutz, wenn er bei den Behörden nicht durch-dringen konnte; zu Ihm, als einem sichern Anhalt, nahmman immer seine Zuflucht, und wußte im Voraus, daß Seinemilde Denkungs- und Gcsinnungsart jede harte, strenge Maß-regel mißbilligen würde. Er war anfangs geneigt, es mitden Mystikern und Pietisten zu halten, und meinte: manmüsse sie gewähren lassen. Er stand in Seiner christlichenpraktischen Gottesfurcht über jeder Partei, war deßhalb ruhig,und wollte Keinem Gewalt anthun. Eine, zumal für einenKönig, gewiß löbliche Ansicht; Er irrte aber darin, und dieSache, da Er immer die beste Seite nahm, war schon weitergekommen, als Er dachte und wußte.
So verhielt es sich mit dem „heiligen Grabe", dem adlichenFräulein-Stifte in der Provinz Priegnitz, unweit Wittstock. *)
Heiligen Grab, ein Flecken, war vor der Reformation ein Ci-stcrzienser-Kloster, ist seit der Zeit aber mit seinen bedeutendenRevenuen umgcschasscn in ein protestantisches Stift, zur Auf-nahme solcher Töchter, deren Väter um den Staat, besondersim Kriege, sich verdient gemacht haben. Es liegt einsam ineiner isolirten angenehmen Gegend. Das Stift hat zwar eineOrdensregel; aber diese ist nicht streng, und«besteht nur darin,