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wirklich sein im Geiste und in der Wahrheit. Wenn mansich nicht mehr nach Menschen, sondern nach dem Evange-lium Jesu Christi nennt, so soll man auch evangelisch gesinntsein. Ein evangelischer Christ ist aber ein Solcher, der anJesum Christum glaubt, und in diesem Glauben die Krastfindet, seine Lehre zu befolgen. Also nicht „Ucberredung,nicht Jndifferentismus soll und darf an dieser BereinigungTheil haben," sie soll eine Vereinigung der Herzen sein. DieForm, der Name, ist nur das äußere Zeichen, nicht die Sacheselbst; diese ist das bezeichnete Gut und seine versiegelndeKraft. Die Form der Union wird sich von selbst passendund würdig finden, wenn man das wahre Wesen hat; allesAeußerc geht in seinem echten Ausdrucke aus dem Innerenhervor. Mit diesem hat man auch jenes. Der biblischeevangelische Baum wird wachsen und gedeihen, wenn er inder heiligen Schrift seine Wurzeln und Lebenskräste hat.Dem Könige, der hier nicht als Herrscher, sondern als evan-gelischer Christ redet, ist es genug, sich über die gute Sacheausgesprochen zu haben; die Ausführung ist kirchlich, in sol-cher will Er Nichts vorschreiben, und Er hat die gute Mei-nung von der Einsicht und Frömmigkeit der evangelischenGeistlichen im Lande, daß sie im Werke der Einigung sichauch in der einfachen, würdevollen Form der Union über-einstimmend einigen werden. Der König bleibt in SeinerSphäre und wünscht nur, daß alle Seine Unterthanen nachSeinem und des ganzen Königlichen Hauses Beispiel dasdritte Jubelfest der Reformation durch den Genuß des heili-gen Abendmahls als Eine uniirte evangelische Kirche feiernmöchten. Um Seinen schlichten Worten Krone und Siegelzu geben, schließt Er mit den prophezeienden Worten des