Druckschrift 
3,2 (1846)
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Seelsorger. Der Segen der uniirten Eintracht, die nachEinem trachtet, ist unermeßlich groß und wird wie GottesSonne mit jedem neuen Morgen neu über das Haus, dieKirche und den Staat aufgehen.

Sehr schön," sagte der König.Bei solchen am Tageliegenden Wortheilen der Union ist es für den Einzelnen unddas Ganze wichtig, ihre Idee festzuhalten, und sie in's Le-ben einzuführen. Mir scheinen nur die symbolischen Bücher,die eine jede Kirche für sich hat, die sie voneinander trennenund jede für sich isolirt hinstellt, um so mehr ein Hindernißzu sein, da die Geistlichen ein Jeder auf seine Confcssionverpflichtet, ja vereidet sind; die Lutheraner auf die Augs-burgischc Eonfession, auf die Concordienformel, auf die Schmal-kaldencr Artikel, auf den lutherischen Catechismus, u. f. f.;die Reformirtcn sind verpflichtet auf den Heidelberger Ca-techismus, zum Theil auf die Dortrechter Synode, auf die(üonlvskio dlieZesinunlli, und diese verschiedenen Bekennt-nißschriften, die den einer jeden Kirche cigenthümlichen Glau-ben in seinen Abweichungen prägnant hinstellen, sind eineScheidewand, wie das (lonoilium Toidentinnin für dierömisch-katholische Kirche."

Allerdings," crwiederte ich.Wir werden auch mitder Sache nicht fertig, so lange man in dem kirchlichenStandpunkte der excludirenden Confession bleibt, und dieseals eine Schanze oder als eine Festung betrachtet, in wel-cher wohlverwahrt eine jede sich abschließt und Alles zurück-weiset, was nicht zu ihr gehört. Dieser enge confcssionelleStandpunkt ist aber nicht der rechte und entscheidende, wennvon der kirchlichen Union und ihrem Segen die Rede ist.Soll derselbe, der im Chrrstenthume liegt und der dasselbewill, verwirklicht werden, so muß man sich, wie schon ge-III. Z