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was der Andere tadelnd verwirst, ist flach, seicht, unwissend.Was bei Luther Eifer war, ist bei ihnen Echauffement."
„Bei Allen?" fragte ich; „das wäre hart und möchteich nicht behaupten!" und sah dabei lächelnd, aber fest undruhig den hohen Herrn an.
„Nun, nun," antwortete Er wieder mild, „es ist soböse nicht gemeint. Es versteht sich von selbst, daß Ausnah-men, sehr respektable, stattfinden; und Ein tüchtiger bibli-scher Geistlicher wiegt zehn Indifferente aus, welche die Schafenur der Wolle wegen lieben. Genug, die Sache der kirch-lichen Union ist eine gute, und ich hoffe, ich werde sie aus-führen."
„Ja sie ist," sagte ich, „eine wahrhast gute, ein Werkin Gott gethan. Christus hat sie gewollt. Auch zu seinerZeit gab es in der Kirche viele Sccten und Parteien, diesich sonderten und feindselig einander gegenüber standen. Erwollte durch die stille Gewalt der Wahrheit sie in eine Ge-sellschaft vereinigen, alle Trennung aufheben, Frieden bringen,und den seinigen gründen und geben. Er ist derselbe geblie-ben und bei denen, die an ihn glauben, alle Tage bis ander Welt Ende. Die Union der Lutheraner und Reformirtcnin Eine Kirche ist in seinem Geiste, trägt seinen Namen,kann auf seine Unterstützung rechnen, und befördert sein Reich,in welchem Liebe und Eintracht herrschen. Diese Liebe undEintracht ist fest, würdig und bieder; denn sie entfließt einemPrincip, das zwar weit und umfassend ist, wie die Sonne,welche die ganze Erde vom Aufgange bis zum Niedergängeerleuchtet, aber unerschütterlich und uncrschüttcrt, un-veränderlich und ewig, das ganze Geschlecht und jedesIndividuum zieht, bildet und umschafft. Man fühlt seineWehen und es durchströmt das Ganze. Es hat sein Bestehen