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geht's auch. Doch daran zu denken ist jetzt nicht Zeit; esliegen wichtigere Staats-Dinge vor. Gott wird mit unssein; wir wollen dann sehen, was weiter zu thun ist." DerKönig ging fort und warf diesen Gedanken als ein frucht-bares Samenkorn hin. Der einsichtsvolle und erfahreneSack wandte sich aber zu uns klebrigen und sagte leiser: „Dergute Herr denkt nach Seiner schönen Seele sich die kirchlicheUnion leichter, als sie ist: ja wenn die Theologen mit ihrendogmatischen Spitzfindigkeiten nicht wären!" Ribbeck zuckte,bedenklich schweigend, die Achseln; der Fcldpropst Offclsmcpcraber siel lebhast ein: „Ei was! Kampf muß sein; der Siegist dann um so herrlicher. Sind wir erst mit den hoffärti-gcn Franzosen fertig, dann wolle» wir auch schon fertig wer-den mit den renitenten Theologen." Sack: „Mit diesen wirdman nicht fertig!" Offelsmeyer: „Freilich nicht, wenn manimmer auf Socken geht; man muß aber große Stulpsticfelnmit Nägeln beschlagen anziehen."
Friedrich Wilhelm III. ging aber nicht auf Socken, auchhatte Er keine mit Nägeln beschlagenen Stiefeln an, Er warweder schüchtern, noch verwegen. Sein Schritt langsamund bedächtig, Seine Stimmung ruhig, Seine Denkungsartgemäßigt, Sein Wohlwollen allgemein, überlegte und prüfteEr von allen Seiten, hielt dann aber das als wahr Erkannteauch fest und setzte es conscqucnt durch. Es lag nicht inIhm, durch Hindernisse und Schwierigkeiten sich intimidirenzu lassen, vielmehr vermehrten dieselben Seine Rcaction, sodaß in dieselbe eine gewisse Halsstarrigkeit kam. Diejenigen,welche meinten: Er würde gewisse Dinge, die ihnen unan-genehm waren, vergessen, wenn von ihnen nicht mehr dieRede war, irrten sich sehr. Er war nicht wie viele großeHerren, bei welchen die wechselnde Gegenwart, ihre Geschäfte