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wurde, um so ruhiger sah Er Alles an. Freilich war SeinLebensabend heiter; Er sah sich von guten und glucklichenKindern, von blühenden Enkeln umringt; Sein Volk, nachschweren Drangsalen wieder frei und glücklich, liebte Ihn alsseinen Bater; das Ausland und die Welt ehrte Ihn; Seinerathende Stimme wurde verlangt und befolgt. Aber Alles,auch der Umstand, daß Er der Senior unter den EuropäischenFürsten war, erinnerte Ihn an Sein Alter und Er konnteund wollte die treuen Bundesgenossen und Freunde Alexanderund Franz nicht vergessen.
Man würde Ihn verkennen und Ihm Unrecht thun,wenn man Seine mit den Jahren zunehmende Milde undGelassenheit nicht als die reife Frucht Seines Charakters,sondern als die natürliche Folge Seines Alters ansehen unddarin die Schwäche finden wollte, welche Greisen eigen ist.Freilich machte sich auch att Ihm die Zeit und ihre stillefortgehende, aufreibende Kraft geltend. Man sah es SeinemKörper an, daß er verfiel, und an vielen Dingen merkte man,daß die Zügel schlaff wurden; auch daß Er Manchem, vondessen Treue und Rechtschaffenheit Er versichert war, zu vielvertrauen mochte, so daß Seine Augen die Schärfe und Seingeistiges Vermögen die Energie nicht mehr hatten, mit derEr Alles in Seinem Reiche controlirte. Aber Alle, die inSeiner Nähe lebten, wissen, daß Er fortwährend die Mun-terkeit und Lebendigkeit behielt, die in Seinem Wesen lag,und solche vorzüglich bei solchen Dingen äußerte, die Ihmwichtig und interessant waren. Dahin gehörte vorzüglichdie Armee, der im Wolke selbst liegende äußere Schutz desStaates, und sein innerer, die Kirche. Seine frühere Theil-nahmc an dem Flor der katholischen war, wiewohl Er nie