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eine Unbilligkeit und Ungerechtigkeit beging, doch gestört undgetrübt durch die fatale Geschichte mit dem Erzbischofe inCöln, bei welcher Er sich von den Ultramontancrn im Jn-und Auslande gänzlich in undankbarer Vergessenheit Seinerfrüheren frommen und toleranten Gesinnung, verkannt sah.Desto wärmer lag Ihm am Herzen die Wohlfahrt der Evan-gelischen Kirche, wiewohl Er in ihr Vieles fand, was Erscharf tadelte, und anders wünschte und verbessern wollte.Nie, auch in Seinen letzten Iahren nicht, hat Er aufgehört,lebhaften Antheil daran zu nehmen. Auch dann nicht, wenndie Sache politisch bedenklich war. Er schcuete in einemsolchen Falle, wenn Er Seine Theilnahmc als Pflicht er-kannte, nicht Schwierigkeiten, noch Hindernisse; traten die-selben ein, so ließ Er doch den Gegenstand, den Er einmalliebgewonnen, nicht fallen; Er ruhete nicht eher, bis Eralle Gefahren glücklich besiegt hatte und ließ es sich großeSummen kosten, um Seinen guten Zweck zu erreichen. Eslebte und sprach in Ihm das Andenken Seiner unsterblichenAhnherren, besonders des großen Churfürsten, und in SeinerKöniglichen Würde war Ihm nichts theuerer und wichtiger,als der erste protestantische Fürst in Deutschland, der Patronund Schutzherr der Evangelischen Kirche und Aller, die sichzu ihr bekennen, zu sein und solches zu bethätigcn.
Ein redender Beweis ist die merkwürdige und allbe-kannte Begebenheit der Evangelischen Zillcrthaler,die sich l83Vg, also zwei Jahre vor dem Lebensende desKönigs, zutrug *) und die Er selbst leitete. Daß diese der
*) Die in sich ehrwürdige und in ihrem historischen Hergangehöchst klare und einfache Sache der Ueb'ersiedclung der Evan-