Iweiter Haupt - Abschnitt.
Die verewigte Königin» vvn Prenften Luise.
Eheliches und häusliches Leben.
Ihr Tod und Andeuten.
Unaussprechlich ist die stille Kraft und Seligkeit, welchedie wunderbar schaffende Natur in das Mutterherz und seineLiebe gelegt hat. Die Mutterliebe ist in ihrer Quelle sorein, in ihrer Kraft so tief, in ihrer Aeußcrung so zart, inihrer Dauer so unauslöschlich, daß keine andere Liebe undihre Freude damit verglichen werden kann; und unsere reicheSprache ist zu arm, um für sie den rechten, erschöpfendenAusdruck zu finden. In sich selbst abgeschlossen, ist sie sichselbst genug, und ihr Glück ist ihre Welt. Der Blick, mitdem die Mutter ihr neugeborenes und geschenktes Kind an-stehet; das Gefühl, womit sie es an sich drückt und schließt,ist ein Blick und Gefühl stiller, tiefer Wonne. Alle Wehen,alle Schinerzen sind vergessen, wie als wenn sie gar nichtda gewesen wären, um der Freude willen, daß das thcureWesen nun glücklich da ist. Wenn irgend Etwas als Eigcn-thum im vollsten, tiefsten und reichsten Sinne angesehen undbesessen werden kann, so ist es das Kind der Mutter. Unterihrem Herzen ist es zum Leben erwacht; da hat es gelegenund geruhet; ihr Blut fließt in seinen Adern, unter denEinflüssen ihres Temperamentes ist es gebildet, ihre Existenzist die scinige. Das Band, welches hier knüpft und um-II. m ,