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2,2 (1845)
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aufrichtig war, so war es auch Sein Volk. Die Mehrzahl,und man darf hinzusetzen der beste und gesunde Theil,ist der in seinem Berufe thätige und kluge Bürger und derkcrnigte Landmann. Beide waren Ihm um so lieber undwcrthcr, je mehr sie ihre Dexterita't in der Armee und ihreTreue und Anhänglichkeit bewiesen hatten. Er zuckte dieAchseln, wenn Er in den Tagesblättern als allgemeine Mei-nung und Forderung fand, was die bald verhallende Stimmeder Einzelnen war, und wovon das Volk Nichts wußte undNichts wissen wollte. Won vielen Schriftstellern und derEbbe und Fluth der in jeder Messe herauskommenden Schrif-ten, von welchen das Neueste das Neue verdrängt, wie Mo-den, hatte Er keinen Begriff. Die Stiche solcher Tagcsflicgen,die den Kaiser Napoleon, so lange das Glück ihn begünstigte,als einen seltenen Mann priesen und den Größten aller Jahr-hunderte an die Seite setzten, hatte Er wohl gefühlt, undEr wurde bitter, wenn davon die Rede war. *) Er vcrtrauete

") Selbst Göthe, ein vielseitig durchbildete!:, geistreicher Man»,dessen Meisterwerke unser Studium, unsere Lust und Freudesind, war, obgleich der Liebling eines Deutschen Fürsten, den-noch in diesem Stück wie mit Blindheit geschlagen und ver-stand nicht die Zeichen und Wehen der Zeit. Der deutscheund biedere E. M. Arndt erzählt in seinen „Erinnerungenaus dem äußeren Leben, S. >95 — lW": „Auch Göthe kamnach Dresden und besuchte mehrere Mal das ihm befreundeteKörnerffche Haus. Ich hatte ihn in zwanzig Jahren nicht ge-sehen; er erschien immer noch in seiner stattlichen Schöne; aberder große Mann machte keinen erfreulichen Eindruck. Ihmwar es beklommen und er hatte weder Hoffnung, noch Freude,an den neuen Dingen. Der junge Körner war da, freiwilligerJäger bei den Lützowern; der Vater sprach sich begeistert undhoffnungsvoll aus; da erwicderte Göthe ihm gleichsam erzürnt: