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2,2 (1845)
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nen ist hier die Welt im Großen. Will man einem Volkegcben> wofür es noch keine Reife hat, so erzeigt man ihmkeine Wohlthat; wie der einzelne Mensch, so kann es nurempfangen, wofür es Empfänglichkeit hat; die Empfänglich-keit aber, oder die erreichte Stufe der Cultur, schließt sichverwandt an das wahre, innere Leben an, und gicbt dem-selben eine schwingende Kraft. Ist diese Reife mit ihrenBedürfnissen, mit ihrer Majorennität und ihren Kräftenwirklich eingetreten, so läßt sich der Durchbruch nicht auf-halten. Ja und wenn es denjenigen, welche im Acußcrn da-bei an Ansehen, Herrschaft und Einnahme zu verlieren fürch-ten, eine Zeit lang damit gelingt, so währet dieß doch nur einekurze Frist, aber nicht für immer. Das Gesetz der Natur,der Perfcctibilität des Menschengeschlechts, und die ihm inne-wohnende Kraft und Stärke ist zu mächtig, als daß sie sichauf- und zurückhalten ließ; sie klopft, treibt und ringet solange, bis sie, durchgebrochen, Luft, Raum und Freiheitsich verschafft hat. Alles Elastische springt von selbst, wennman es drücken und zurückhalten will, in seine naturge-mäße Lage. Noch keine Revolution, die eine wirkliche Refor-mation geworden, ist durch Parteien und deren Reibung zuStande gekommen; sie liegt tiefer in der Natur der Sacheselbst. Ist sie ein Werk der Natur, oder Gottes, so läßt siesich nicht dämpfen; jeder Widerstand sammelt und ver-stärkt die Kraft, die endlich die siegende wird. Ist sie aberein künstliches Werk der Menschen, findet sie in der öffent-lichen Meinung nicht Anklang und Stützpunkte, so geht sievon selbst wieder unter.

Das ist gewißlich wahr; so liegt es, in der Natur derSache selbst und in der Geschichte älterer, mittler und neue-