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so war im Gegentheil im Großen der Kaiser Alexander, wie-wohl er sein Volk kannte und von ihm geliebt wurde, nichtlangsam genug in Anwendung dessen, was er als wahr undzeitgemäß erkannte. Sein rascher Geist, sein menschenfreund-liches Gemüth übersprang alle zwischenliegenden Stufen.Die Natur läßt sich nicht zwingen, sie bewegt sich langsamvon einem Zustande zum anderen, und rächt sich unausbleib-lich, wenn man ihr aufdringen will, wofür sie noch nichtreif ist. Ein jedes Ding hat seine Zeit, — so auch jederMensch und jedes Volk. Aus der Nacht geht das Mor-gcnroth hervor, aus dem Morgenroth der Aufgang der Sonne,aus ihr der Morgen, dann der Mittag, der Nachmittag undAbend mit seinen verschiedenen Schattirungen ruhig undlangsam von selbst hervor. Der Winter, wenn er sein Sta-dium durchlaufen hat, verschwindet von selbst und macht demFrühlinge und seiner Blüthenherrschaft Platz. Sind dieseBlüthen abgefallen und sollen sie reifen, so besteigt der Som-mer mit seiner Gluth den Thron; und sind die Früchte reif,so ist der Herbst mit seinen Erndtefrcudcn da. Aus demKinde entwickelt sich von selbst der Knabe, aus diesem derJüngling, und so in allmählichen Stufenjahren der Mannund Greis. Will man dem Knaben schon geben, was demManne gebührt, so versteht er es entweder nicht, oder ermacht von dem Dargebotenen einen übelen Gebrauch. DieNatur schreitet lückenlos fort; sie läßt sich nicht treiben; dasEine gehet von selbst aus dem Anderen hervor und nur die Reifemacht genießbar und süß. Treibhaus-Pflanzen, Blüthenund Früchte, sind kränklich und gerathen selten, und auchgerathen, sind sie schlechter und mangelhafter, als die, welchedie Natur aus ihrer gesunden Fülle erzeugt hat. Nicht an- >ders verhält es sich mit ganzen Völkern. Die Welt im Klei-