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Andern; sie ergänzten sich und waren in diesem Stück ineinem Sinne und in einer Richtung. In allem Anderen waren
lich nach der Jenaer Literatur-Zeitung, nach der AllgemeinenDeutschen Bibliothek und nach den Rintcln'schcn Annale» demvielbeschäftigten Manne kurze Vorträge über die neu erschiene-nen Bücher halten mußte. Gewöhnlich wählte er dazu die Tisch-zeit, und ließ er 2 Portionen von 3 Speisen aus dem Sradt-kcllcr holen. Bei dem frugalen Mahle war der gesunde Manngesprächig, heiter, humoristisch, vorzüglich sarkastisch. Bei gu-tem Wetter wurde der Kaffee gewöhnlich im Garten in einerLaube getrunken, und eine Verwandte des Hauses, die ihn gutbereitete, umgeben von drei Hündchen, eine gesprächigealte unverhcirathctc Dame, hutschtc nach. Ucbcr ihrem Erzäh-len von Stadtncuigkcitcn schlief Herr von Stein gewöhnlichsanft ein. Kaum war das erfolgt, so schwieg Maniscl Zahnund winkte Stille. Sie hatte so viel Ehrfurcht für denschlummernden Oberpräsidentcn, daß sie mit einem grünenZweige dem catonischcn Gesichte, der hohen, ernsten, gewalti-gen Stirn, den feinen, dünnen und satyrischcn Lippen, sanfteKühlung zuwcdclte. Oft wurde der Schlummernde wach; er sahmit seinen hellen feurigen Auge» umher, und schlief wieder ein,bis der alte bestellte Kammerdiener kam. Herr von Stein warein reicher Mann, er gab viel den Armen, brauchte aber sehrwenig für sich, lebte einfach, hielt nur ein Reitpferd undeinen Bedienten. Gesund, voll Lebcnsfülle und Kraft, in denbesten Jahren, war er doch, wenngleich getrieben vom Idealenund von warmer Einbildungskraft, ein Stoiker in der Arbeit.Ihr hingegeben, war der sonst lebendige Mann in sich gekehrt,versunken und fixirt, und konnte Ul—> !2 Stunden ununterbro-chen bei einer interessanten Sache bleiben, bis er ihrer sichganz bcmcistcrt hatte, und, was er sein wollte, ihrer Herr war.Er duldete für seine Person keine Subordination und mußteüberall auf der Spitze sein. Keiner Autorität, als solcher, hul-digte er; aber wohl dem Uebergcwichtc der Einsicht und Wer-nunft, selbst wenn er sie bei Untergebenen fand. Deßhalb warer in dem harmonische» Spiele seiner Scclcnkräste ein tieferMenschenkenner und unterschied mit messendem, scharfen Auge